Aufbereitungsmechaniker/innen dieser Fachrichtung gewinnen und verarbeiten Rohstoffe wie Ton, um sie für die feuerfeste und keramische Industrie nutzbar zu machen.

Ausbildung Aufbereitungsmechaniker/in - Fachrichtung feuerfeste und keramische Rohstoffe

Aufbereitungsmechaniker/innen dieser Fachrichtung gewinnen und verarbeiten Rohstoffe wie Ton, um sie für die feuerfeste und keramische Industrie nutzbar zu machen.

Als Aufbereitungsmechaniker/in der Fachrichtung feuerfeste und keramische Rohstoffe bist du am Anfang einer wichtigen Wertschöpfungskette. Du gewinnst wertvolle Rohstoffe wie Ton, Kaolin oder Schamotte und bereitest sie mit modernsten Maschinen so auf, dass daraus hochwertige Produkte wie Ziegel, Fliesen oder Spezialkeramik für die Industrie entstehen können.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt ist oft tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen: Im ersten Jahr etwa 950-1.150 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.000-1.200 Euro und im dritten Jahr 1.050-1.300 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit einem guten Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Technisches Verständnis und Interesse an großen Maschinen
  • Handwerkliches Geschick
  • Grundlegendes Interesse an Chemie und Physik
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten sind meistens durch einen Schichtbetrieb geregelt, da die großen Anlagen oft rund um die Uhr laufen. Du arbeitest also in der Regel in Früh-, Spät- oder auch Nachtschichten.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Gewinnung von Rohstoffen im Tagebau, z.B. mit Baggern und Radladern
  • Bedienung, Steuerung und Überwachung von Aufbereitungsanlagen (z.B. Brecher, Mühlen, Siebanlagen, Mischer)
  • Entnahme von Proben und Durchführung von Qualitätskontrollen im Labor
  • Wartung, Reinigung und Instandhaltung der Maschinen und Anlagen
  • Dokumentation der Produktionsdaten und Prozessabläufe
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Grundlagen der Verfahrenstechnik (Zerkleinern, Klassieren, Mischen, Trennen)
  • Werkstoffkunde (Eigenschaften feuerfester und keramischer Rohstoffe)
  • Maschinen- und Anlagentechnik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Pneumatik und Hydraulik
  • Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Am Ende der dreijährigen Ausbildungszeit.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Aufbereitungstechnik
  • Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in (z.B. in Chemietechnik oder Werkstofftechnik)
  • Spezialisierung auf bestimmte Verfahren oder Anlagen
  • Studium im Bereich Rohstoffingenieurwesen, Verfahrenstechnik oder Keramik

Good to know

  • Du arbeitest an der Basis für viele wichtige Produkte, von der Kaffeetasse bis zur Hochleistungskeramik in der Raumfahrt.
  • Der Beruf verbindet die Arbeit in der Natur (im Tagebau) mit hochmoderner Anlagentechnik.
  • Nachhaltigkeit und der schonende Umgang mit Ressourcen spielen eine immer größere Rolle in diesem Berufsfeld.

Berufsalltag

Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und findet sowohl im Freien im Tagebau als auch in großen Werkshallen und Leitständen statt. Du steuerst riesige Maschinen, überwachst Förderbänder, nimmst Proben zur Qualitätsprüfung und führst Wartungsarbeiten durch. Die Arbeit im Team mit Kollegen ist dabei selbstverständlich. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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