Als Ausbaufacharbeiter/in verleihst du Gebäuden den letzten Schliff und machst aus einem Rohbau ein fertiges Zuhause oder Büro. Du arbeitest im Team auf Baustellen und bist je nach Spezialisierung für Trockenbau, Dämmungen, Estrich oder andere Ausbauarbeiten zuständig.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Sie ist die erste Stufe einer sogenannten Stufenausbildung im Baugewerbe. Nach erfolgreichem Abschluss kannst du in einem weiteren Ausbildungsjahr einen darauf aufbauenden Gesellenabschluss erwerben, z.B. als Trockenbaumonteur/in, Stuckateur/in oder Estrichleger/in.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist tariflich geregelt und gehört zu den höheren Ausbildungsvergütungen. Die genaue Höhe kann je nach Bundesland variieren. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 935-1.080 Euro pro Monat und im zweiten Jahr 1.200-1.350 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe aber überwiegend Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss ein.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten richten sich nach den üblichen Zeiten auf dem Bau, was oft einen frühen Arbeitsbeginn bedeutet. Du arbeitest in der Regel 40 Stunden pro Woche.
Aufgaben in der Ausbildung
Deine Aufgaben sind vielfältig und hängen stark von deinem gewählten Schwerpunkt ab (z.B. Trockenbau-, Zimmerer-, Estrich- oder Stuckateurarbeiten). Zu den allgemeinen Aufgaben gehören:
- Einrichten und Sichern von Baustellen
- Lesen von Bau- und Verlegeplänen
- Verarbeiten von Baustoffen wie Gips, Mörtel oder Dämmmaterial
- Montage von Bauteilen und Konstruktionen
- Qualitätskontrolle der eigenen Arbeit
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Baustoffkunde
- Umgang mit Werkzeugen, Geräten und Baumaschinen
- Herstellen von Bauteilen im Hoch- und Tiefbau
- Grundlagen des Wärme-, Schall- und Brandschutzes
- Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der Baustelle
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.
Die Ausbildung findet dual statt, d.h. du bist abwechselnd im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Ausbildungszentren, wo praktische Fertigkeiten vertieft werden.
Zwischenprüfung: Vor dem Ende des ersten Ausbildungsjahres.
Abschlussprüfung: Am Ende der zweijährigen Ausbildung legst du die Abschlussprüfung zum/zur Ausbaufacharbeiter/in ab.
Karrieremöglichkeiten
- Spezialisierung im 3. Ausbildungsjahr (z.B. als Trockenbaumonteur/in, Fliesenleger/in, Stuckateur/in)
- Weiterbildung zum/zur Vorarbeiter/in oder Polier/in
- Ablegen der Meisterprüfung im entsprechenden Handwerk
- Selbstständigkeit mit einem eigenen Betrieb
Good to know
- Die Ausbildung ist der perfekte Einstieg in viele spezialisierte Bauberufe.
- Du siehst am Ende des Tages, was du mit deinen Händen geschaffen hast.
- Fachkräfte im Baugewerbe sind sehr gefragt und die Jobaussichten sind ausgezeichnet.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist die Baustelle – mal im Rohbau, mal bei der Modernisierung. Du arbeitest meist im Team mit Kollegen und anderen Gewerken zusammen. Deine Tage sind körperlich aktiv und abwechslungsreich. Du transportierst Material, bedienst Maschinen und führst präzise Handwerksarbeiten nach Plan aus. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)