Als Automatenfachmann/-frau der Fachrichtung Automatenmechatronik bist du der/die Experte/in für die komplexe Technik hinter Verkaufs-, Ticket- oder Geldautomaten. Du sorgst dafür, dass diese unverzichtbaren Alltagshelfer reibungslos funktionieren, indem du sie installierst, wartest, reparierst und die Software optimal konfigurierst.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung (Abitur) oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Die Ausbildungsvergütung ist je nach Unternehmen und Region unterschiedlich. Durchschnittlich kannst du mit folgendem monatlichen Gehalt rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 950 - 1.050 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.150 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 1.100 - 1.250 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) wird häufig erwartet. Auch mit einem guten Hauptschulabschluss und guten Noten in den Fächern Mathematik, Physik und Informatik hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Kenntnisse/Stärken
- Technisches Verständnis und Interesse an Elektronik und Mechanik
- Logisches Denkvermögen und analytische Fähigkeiten
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit
- Grundlegende IT-Kenntnisse
Arbeitszeit
In der Regel arbeitest du zu den üblichen Geschäftszeiten. Da Automaten rund um die Uhr verfügbar sein müssen, kann es auch zu Einsätzen am Wochenende oder zu Bereitschaftsdiensten kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Aufstellen, Anschließen und Inbetriebnahme von Automaten
- Durchführung von regelmäßigen Wartungen und Inspektionen
- Systematische Fehlersuche und Reparatur von mechanischen und elektronischen Bauteilen
- Installation und Konfiguration von Software und Zahlungssystemen
- Beratung von Kunden und Einweisung in die Bedienung der Automaten
- Dokumentation der durchgeführten Arbeiten
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Mechatronik, Elektrotechnik und Elektronik
- Steuerungs- und Regelungstechnik
- Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen und Schaltplänen
- Datenschutz und IT-Sicherheit im Umgang mit vernetzten Automaten
- Material- und Warenkunde
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise im August oder September eines Jahres.
Zwischenprüfung: Findet in der Regel zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt, um deinen Kenntnisstand zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Am Ende der 3-jährigen Ausbildung legst du die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Servicetechniker/in
- Qualifizierung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Mechatronik
- Fortbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Mechatronik
- Spezialisierung auf bestimmte Automatentypen (z.B. komplexe Kassensysteme, medizinische Ausgabegeräte)
- Studium in einem verwandten Bereich wie Mechatronik oder Elektrotechnik (mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung)
Good to know
- Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, da du an vielen verschiedenen Orten und an unterschiedlichsten Geräten arbeitest.
- Du arbeitest an der Schnittstelle von Hardware und Software und bist immer auf dem neuesten Stand der Technik.
- Als Automatenfachmann/-frau trägst du eine hohe Verantwortung, denn du sorgst dafür, dass wichtige Dienstleistungen des täglichen Lebens funktionieren.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist mobil und vielseitig. Du bist oft mit einem Servicefahrzeug unterwegs zu verschiedenen Kunden, um vor Ort Probleme zu lösen. Das kann ein defekter Fahrkartenautomat am Bahnhof, eine Störung an einer Getränkeausgabe in einem Büro oder die Installation eines neuen Geldautomaten sein. Du analysierst Fehler, tauschst defekte Teile aus, spielst Software-Updates auf und sorgst dafür, dass alles wieder einwandfrei läuft. Der direkte Kontakt mit Kunden und die Dokumentation deiner Arbeit gehören ebenfalls fest dazu. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)