Als Baugeräteführer/in bist du der Herrscher über die größten und stärksten Maschinen auf der Baustelle. Du bewegst Tonnen von Erde, hebst schwere Bauteile an ihren Platz und sorgst dafür, dass Bauprojekte Gestalt annehmen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist im Baugewerbe tariflich geregelt und gehört zu den höheren Ausbildungsvergütungen. Im ersten Jahr kannst du mit ca. 880-940 Euro rechnen, im zweiten Jahr mit 1.090-1.210 Euro und im dritten Jahr mit 1.300-1.480 Euro pro Monat.
Empfohlener Schulabschluss
Ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ist eine gute Voraussetzung für den Start in diese Ausbildung.
Kenntnisse/Stärken
- Technisches Verständnis und Interesse an Maschinen
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Hand-Auge-Koordination
- Verantwortungsbewusstsein und Umsicht
- Körperliche Belastbarkeit und Wetterfestigkeit
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten orientieren sich an den üblichen Zeiten im Baugewerbe, was oft einen frühen Arbeitsbeginn bedeutet. Je nach Projekt und Witterung kann es auch zu längeren Arbeitstagen kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Bedienung von verschiedenen Baumaschinen (z.B. Bagger, Radlader, Kräne)
- Durchführung von Wartungs- und Pflegearbeiten an den Geräten
- Sicherung von Baustellen und Arbeitsbereichen
- Transport von Baumaschinen zur nächsten Baustelle
- Lesen von Bauplänen zur Vorbereitung von Erdarbeiten
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Maschinen- und Gerätetechnik (Hydraulik, Motorenkunde)
- Sicherheitsvorschriften und Unfallverhütung
- Grundlagen des Tief-, Hoch- und Straßenbaus
- Wartung, Pflege und Störungsbehebung an Baugeräten
- Umweltschutz auf der Baustelle
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Die Ausbildung findet dual statt, d.h. du wechselst zwischen dem Ausbildungsbetrieb (Baustelle), überbetrieblichen Ausbildungszentren und der Berufsschule.
Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Baumaschinenmeister/in
- Qualifizierung zum/zur geprüften Polier/in
- Spezialisierung auf bestimmte Maschinentypen (z.B. Großgeräte, Turmdrehkräne)
- Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik
Good to know
- Du arbeitest fast ausschließlich an der frischen Luft.
- Der Beruf ist sehr gefragt und bietet eine hohe Arbeitsplatzsicherheit.
- Du trägst eine hohe Verantwortung für teure Maschinen und die Sicherheit deiner Kollegen.
- Am Ende des Tages siehst du direkt, was du mit deiner Arbeit geschaffen hast.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist die Fahrerkabine tonnenschwerer Maschinen. Du beginnst den Tag mit einer Sicherheitsprüfung deines Geräts, studierst die Pläne für den Tagesablauf und koordinierst dich mit dem Baustellenteam. Dann hebst du Gräben aus, planierst Flächen oder hebst schwere Lasten. Präzision und Konzentration sind dabei entscheidend. Am Abend reinigst und wartest du deine Maschine. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)