Baustoffprüfer/innen entnehmen Proben von Baustoffen wie Beton, Asphalt oder Boden und prüfen im Labor deren Qualität und Eigenschaften.

Ausbildung Baustoffprüfer/in

Baustoffprüfer/innen entnehmen Proben von Baustoffen wie Beton, Asphalt oder Boden und prüfen im Labor deren Qualität und Eigenschaften.

Als Baustoffprüfer/in bist du der Qualitätssicherungsexperte auf der Baustelle und im Labor. Du stellst sicher, dass alle verwendeten Materialien den höchsten Standards entsprechen und Bauwerke wie Brücken, Straßen und Gebäude sicher und langlebig sind.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten schulischen Leistungen oder einer entsprechenden Vorbildung kann die Ausbildungszeit verkürzt werden. Auch sehr gute Leistungen während der Ausbildung können zu einer vorzeitigen Zulassung zur Abschlussprüfung führen.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt ist oft tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen: Im ersten Jahr etwa 850-1.050 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 900-1.250 Euro und im dritten Jahr 950-1.450 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Ein guter Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife (Realschulabschluss) sind eine gute Voraussetzung für diese Ausbildung, insbesondere mit guten Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik und Chemie.

Kenntnisse/Stärken

  • Interesse an Chemie, Physik und Technik
  • Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Technisches Verständnis
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Körperliche Belastbarkeit

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten sind in der Regel regulär, können aber je nach Projekt und Probenahme auf Baustellen auch variieren.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Entnahme von Proben von Baustoffen (z.B. Gestein, Zement, Asphalt)
  • Durchführung von physikalischen und chemischen Prüfungen im Labor
  • Bedienung und Pflege von Prüfgeräten und -maschinen
  • Dokumentation und Auswertung der Messergebnisse
  • Erstellung von Prüfberichten
  • Überprüfung der Einhaltung von Normen und Qualitätsstandards
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Baustoffkunde (Eigenschaften von Beton, Mörtel, Asphalt, Böden etc.)
  • Chemische und physikalische Grundlagen
  • Prüfverfahren und Normen
  • Probenahme und Probenvorbereitung
  • Mess- und Versuchstechnik
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet in der Regel zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt, um den aktuellen Wissensstand zu überprüfen.

Abschlussprüfung: Am Ende der 3-jährigen Ausbildung erfolgt die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik
  • Qualifizierung zum/zur Industriemeister/in
  • Spezialisierung auf bestimmte Prüfverfahren oder Baustoffe
  • Studium, z.B. im Bauingenieurwesen oder in der Werkstofftechnik

Good to know

  • Du arbeitest an der Schnittstelle zwischen Labor und Baustelle.
  • Deine Arbeit ist entscheidend für die Sicherheit und Langlebigkeit von Bauwerken.
  • Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, da du mit vielen verschiedenen Materialien und Prüfmethoden zu tun hast.
  • Als Fachkraft bist du in der Bauindustrie, in Forschungsinstituten oder bei Behörden sehr gefragt.

Berufsalltag

Im Berufsalltag eines Baustoffprüfers wechselst du zwischen dem Labor und dem Einsatzort, z.B. einer Baustelle oder einem Steinbruch. Du nimmst Proben nach genauen Vorgaben, bereitest diese im Labor auf und führst mit speziellen Geräten Versuche durch, um z.B. die Druckfestigkeit von Beton oder die Zusammensetzung von Asphalt zu bestimmen. Deine Ergebnisse hältst du akribisch in Protokollen fest, denn sie sind die Grundlage für wichtige Entscheidungen im Bauprozess. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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