Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik führen den kontrollierten Abbruch von Bauwerken durch, trennen Betonbauteile und bereiten Bauschutt zur Wiederverwertung auf.

Ausbildung Bauwerksmechaniker/in für Abbruch und Betontrenntechnik

Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik führen den kontrollierten Abbruch von Bauwerken durch, trennen Betonbauteile und bereiten Bauschutt zur Wiederverwertung auf.

Als Bauwerksmechaniker/in für Abbruch und Betontrenntechnik bist du der Profi für den Rückbau. Du sorgst dafür, dass Gebäude oder Teile davon sicher und kontrolliert abgerissen werden, und nutzt dabei modernste Maschinen und Techniken.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt im Baugewerbe ist tariflich geregelt und gehört zu den höheren Ausbildungsvergütungen. Die genaue Höhe kann je nach Bundesland und Betrieb variieren. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: ca. 900 - 1.000 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: ca. 1.100 - 1.300 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: ca. 1.400 - 1.550 Euro

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber/innen mit einem guten Hauptschulabschluss oder einem Realschulabschluss (Mittlere Reife) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
  • Teamfähigkeit
  • Schwindelfreiheit und keine Angst vor Lärm oder Staub

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit richtet sich nach den üblichen Zeiten im Baugewerbe. Das bedeutet oft einen frühen Arbeitsbeginn auf der Baustelle und eine 40-Stunden-Woche. Je nach Witterung und Projektphase kann es zu unregelmäßigen Arbeitszeiten kommen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen
  • Bedienen von großen Baumaschinen wie Baggern, Kränen oder Abbruchrobotern
  • Durchführen von Abbruch-, Rückbau- und Demontagearbeiten
  • Anwenden von Betontrenntechniken wie Sägen und Bohren
  • Sortieren von Bauschutt zur umweltgerechten Entsorgung und Wiederverwertung
  • Wartung und Pflege von Werkzeugen, Geräten und Maschinen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Baustoffkunde und Bauphysik
  • Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen und Plänen
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz auf der Baustelle
  • Maschinen- und Gerätetechnik für den Abbruch
  • Grundlagen der Sprengtechnik
  • Verfahren zum Trennen, Sortieren und Lagern von Abbruchmaterialien

Ausbildungsablauf

Die Ausbildung findet dual statt, das heißt, du lernst die Praxis im Ausbildungsbetrieb auf der Baustelle und die Theorie in der Berufsschule.

Ausbildungsbeginn: Üblicherweise im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, um deinen Kenntnisstand zu überprüfen.

Abschlussprüfung: Am Ende der dreijährigen Ausbildung legst du die Gesellenprüfung ab.

Karrieremöglichkeiten

Nach deiner Ausbildung hast du exzellente Zukunftsaussichten. Du kannst dich weiterbilden zum/zur:

  • Vorarbeiter/in oder Polier/in
  • Bautechniker/in mit Schwerpunkt Baubetrieb
  • Meister/in im Bau- oder Beton- und Stahlbetonbauer-Handwerk
  • Du kannst auch ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen anschließen (mit entsprechender Qualifikation).

Good to know

  • Du arbeitest mit schwerem Gerät und schaffst Platz für Neues – eine verantwortungsvolle Aufgabe.
  • Der Beruf ist unverzichtbar für die Kreislaufwirtschaft im Bausektor, da du wertvolle Rohstoffe recycelst.
  • Als Fachkraft in diesem Bereich bist du sehr gefragt und hast einen sicheren Arbeitsplatz.

Berufsalltag

Dein Arbeitsplatz ist die Baustelle. Kein Tag ist wie der andere. Du beginnst mit der Teambesprechung, sicherst den Arbeitsbereich ab und bedienst dann Bagger, Sägen oder ferngesteuerte Roboter, um Gebäude kontrolliert abzureißen. Dabei achtest du stets auf die Sicherheit und die richtige Trennung der Materialien. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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