Als Bestattungsfachkraft übernimmst du eine verantwortungsvolle und wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Du begleitest Menschen in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens, berätst sie einfühlsam und organisierst alle Aspekte einer würdevollen Bestattung von der Trauerfeier bis zur Beisetzung.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 700-950 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 750-1.050 Euro und im dritten Jahr 850-1.200 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Zur Ausbildung als Bestattungsfachkraft kann man mit allen Schulabschlüssen zugelassen werden. Betriebe bevorzugen jedoch häufig Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss.
Kenntnisse/Stärken
- Einfühlungsvermögen und Empathie
- Psychische Belastbarkeit und Stabilität
- Organisationstalent und Zuverlässigkeit
- Gute Kommunikationsfähigkeit
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
- Gepflegtes und sicheres Auftreten
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig und umfassen auch Bereitschaftsdienste am Abend, an Wochenenden und Feiertagen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Beratung und Betreuung von Angehörigen im Trauerfall
- Organisation und Durchführung von Bestattungen und Trauerfeiern
- Hygienische Versorgung, Ankleiden und Einbetten von Verstorbenen
- Überführung von Verstorbenen
- Erledigung von Formalitäten bei Ämtern und Behörden
- Gestaltung von Trauerdrucksachen und -anzeigen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Bestattungsarten und -rituale
- Trauerpsychologie und Gesprächsführung
- Rechtliche Grundlagen (Bestattungsrecht, Friedhofsordnungen)
- Hygienische und kosmetische Versorgung von Verstorbenen
- Kaufmännische Grundlagen (Kalkulation, Abrechnung, Vertragsrecht)
- Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Bestattermeister/in
- Spezialisierung (z.B. Thanatopraxie, Trauerredner/in)
- Studium (z.B. im Bereich Sozialwesen oder Betriebswirtschaft)
- Selbstständigkeit mit einem eigenen Bestattungsunternehmen
Good to know
- Der Beruf ist krisensicher und gesellschaftlich sehr relevant.
- Du leistest einen wichtigen Dienst für Menschen in einer Ausnahmesituation.
- Die Arbeit ist extrem vielseitig und kombiniert organisatorische, kaufmännische, handwerkliche und soziale Aufgaben.
- Kein Tag ist wie der andere, was den Beruf sehr abwechslungsreich macht.
Berufsalltag
Der Alltag einer Bestattungsfachkraft ist sehr abwechslungsreich. Er reicht von einfühlsamen Beratungsgesprächen mit Trauernden über die Organisation von Terminen und das Erledigen von Behördengängen bis hin zur hygienischen Versorgung und Überführung von Verstorbenen. Teamarbeit und ein respektvoller Umgang sind dabei essenziell. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)