Als Biologielaborant/in arbeitest du an der vordersten Front der wissenschaftlichen Forschung. Du planst und führst Experimente mit Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen durch, analysierst Proben und dokumentierst deine Ergebnisse sorgfältig, um zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen beizutragen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur) oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist oft tariflich geregelt (z.B. im öffentlichen Dienst oder in der chemischen Industrie) und variiert. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen: 1. Jahr ca. 1.050-1.150 €, 2. Jahr ca. 1.100-1.200 €, 3. Jahr ca. 1.150-1.250 €, 4. Jahr ca. 1.200-1.350 € pro Monat.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife ein, da die theoretischen Anforderungen hoch sind.
Kenntnisse/Stärken
- Großes Interesse an Biologie, Chemie und Mathe
- Sorgfältige und exakte Arbeitsweise
- Geduld und Konzentrationsvermögen
- Verantwortungsbewusstsein (z.B. im Umgang mit Proben)
- Teamfähigkeit
- Technisches Verständnis für Laborgeräte
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind meistens regulär (z.B. 38-40 Stunden/Woche). Je nach Forschungsprojekt kann es aber auch zu Schichtarbeit oder Arbeit am Wochenende kommen, wenn Versuche über einen längeren Zeitraum laufen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Planung und Durchführung von Experimenten und Versuchsreihen
- Untersuchung von Proben (z.B. Blut, Gewebe, Zellen)
- Anzüchten von Zellkulturen und Mikroorganismen
- Bedienung und Pflege von hochtechnischen Laborgeräten
- Dokumentation, Auswertung und Präsentation der Ergebnisse
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Mikrobiologie, Zellkulturtechnik, Biochemie und Molekularbiologie
- Umgang mit Analyse- und Messgeräten
- Anwendung von statistischen Verfahren zur Datenauswertung
- Maßnahmen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheits- und Umweltschutz im Labor
- Qualitätssichernde Maßnahmen
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Ausbildungsbeginn: Meistens im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet in der Regel zu Beginn des dritten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil am Ende der Ausbildung.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in (z.B. Biotechnik)
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in (Chemie)
- Studium in Fächern wie Biologie, Biotechnologie oder Molekularmedizin
- Spezialisierung auf Fachgebiete wie Genforschung, Pharmakologie oder Diagnostik
Good to know
- Biologielaboranten leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Medikamente und Therapien.
- Der Beruf ist sehr vielfältig und findet in der Forschung, Industrie und im Gesundheitswesen Anwendung.
- Du arbeitest mit modernster Technik in einer sauberen und kontrollierten Umgebung.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist das Labor. Du trägst Schutzkleidung wie Kittel, Handschuhe und Schutzbrille. Der Alltag ist eine Mischung aus praktischer Laborarbeit am Labortisch, der Bedienung von Analysegeräten und der Auswertung von Daten am Computer. Teamarbeit und eine genaue Dokumentation sind dabei unerlässlich. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)