Als Böttcher/in erweckst du ein traditionsreiches Handwerk zum Leben. Du verarbeitest Holz zu kunstvollen und dichten Fässern, Bottichen und Kübeln, die in Weinkellereien, Brauereien oder Brennereien für die Reifung edler Tropfen unerlässlich sind.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 700-900 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 800-1.000 Euro und im dritten Jahr 900-1.150 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Zur Ausbildung als Böttcher/in kann man mit allen Schulabschlüssen zugelassen werden. Ein Hauptschulabschluss ist oft die Mindestvoraussetzung.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Körperliche Belastbarkeit und Kraft
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Interesse am Werkstoff Holz
- Technisches Verständnis
Arbeitszeit
In der Regel reguläre Arbeitszeiten in einer Werkstatt (Böttcherei).
Aufgaben in der Ausbildung
- Auswahl und Vorbereitung des Holzes (z.B. Eiche)
- Herstellung von Fassdauben und Böden
- Zusammenfügen der Dauben zum Fassrumpf und Biegen über dem Feuer
- Anbringen und Anpassen von Metallreifen
- Abdichten und Prüfen der Fässer auf Dichtigkeit
- Reparatur und Instandhaltung von Holzfässern
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Holzarten und ihre Eigenschaften
- Traditionelle Handwerkstechniken des Böttcherhandwerks
- Bedienung von Holzbearbeitungsmaschinen
- Herstellung von Schablonen und Vorrichtungen
- Oberflächenbehandlung und Konservierung von Holz
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres.
Gesellenprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum Böttchermeister/in
- Techniker/in der Fachrichtung Holztechnik
- Selbstständigkeit mit einer eigenen Böttcherei
- Spezialisierung auf bestimmte Fassarten (z.B. Barriquefässer, Bierfässer)
Good to know
- Der Beruf des Böttchers ist ein sehr altes und angesehenes Handwerk mit einer langen Tradition.
- Böttcher/innen tragen maßgeblich zur Qualität und zum Geschmack von Wein, Whisky und Bier bei.
- Es ist ein Nischenberuf, in dem gut ausgebildete Fachkräfte sehr gefragt sind.
Berufsalltag
Der Berufsalltag eines Böttchers findet hauptsächlich in der Werkstatt statt. Du arbeitest mit dem Naturprodukt Holz, riechst das Feuer zum Biegen der Dauben und setzt sowohl traditionelle Handwerkzeuge als auch moderne Maschinen ein. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll, erfordert aber auch höchste Präzision, damit die Fässer am Ende absolut dicht sind. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)