Als Bootsbauer/in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau bist du die kreative und handwerkliche Kraft hinter der Entstehung und Veredelung von Booten und Yachten. Du baust neue Wasserfahrzeuge, rüstest bestehende aus und führst Umbauten nach Kundenwunsch durch.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 700-950 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 750-1.050 Euro, im dritten Jahr 850-1.150 Euro und im vierten Jahr 900-1.250 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Ein guter Realschulabschluss (mittlere Reife) wird oft bevorzugt, aber auch mit einem Hauptschulabschluss hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Technisches Verständnis
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind in der Regel regulär und finden meist in Werften oder Werkstätten statt. Je nach Auftragslage oder Saison kann es auch zu Überstunden kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen und Plänen
- Verarbeiten von Werkstoffen wie Holz, Kunststoff (GFK, CFK) und Metall
- Herstellen von Bootsrümpfen, Decks und Aufbauten
- Einbau von Motoren, technischen Anlagen und Innenausstattung
- Durchführung von Reparatur-, Wartungs- und Umbauarbeiten
- Oberflächenbehandlung (Lackieren, Polieren, Versiegeln)
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Werkstoffkunde und Materialverarbeitung
- Konstruktions- und Fertigungstechniken
- Umgang mit Werkzeugen, Geräten und Maschinen
- Installationstechnik für Bordelektrik und -sanitär
- Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit
- Planung und Vorbereitung von Arbeitsabläufen
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet als Teil 1 der Gesellenprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Die Gesellenprüfung (Teil 2) wird am Ende der Ausbildungszeit abgelegt.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Bootsbaumeister/in
- Qualifizierung zum/zur Techniker/in (z.B. Holztechnik, Kunststofftechnik)
- Studium im Bereich Schiffbau oder Yachtdesign
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Riggtechnik, Refit oder Kompositbau
Good to know
- Der Beruf verbindet traditionelles Handwerk mit modernster Technologie wie CAD-Planung und CNC-Fertigung.
- Du erschaffst langlebige, beeindruckende Produkte, die Menschen Freude bereiten.
- Als gefragte Fachkraft hast du gute Berufsaussichten in einer spannenden Branche, sowohl national als auch international.
Berufsalltag
Im Berufsalltag als Bootsbauer/in arbeitest du meist in einer Werft oder einer Werkstatt. Du interpretierst Baupläne, wählst die passenden Materialien aus und bearbeitest sie mit einer Vielzahl von Werkzeugen. Die Arbeit ist abwechslungsreich und reicht vom groben Formen des Rumpfes bis zum feinen Innenausbau. Teamarbeit ist dabei unerlässlich, und gelegentlich hast du auch direkten Kontakt mit den Kunden. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)