Brunnenbauer/innen errichten, sanieren und warten Brunnen zur Gewinnung von Wasser, nutzen geothermische Energie und führen Erkundungsbohrungen durch.

Ausbildung Brunnenbauer/Brunnenbauerin

Brunnenbauer/innen errichten, sanieren und warten Brunnen zur Gewinnung von Wasser, nutzen geothermische Energie und führen Erkundungsbohrungen durch.

Als Brunnenbauer/in bist du ein/e Expert/in für das, was tief unter der Erde verborgen liegt: Wasser und Energie. Du bohrst, baust und wartest Brunnenanlagen, um sauberes Trinkwasser zu fördern, Erdwärme zu nutzen oder den Baugrund zu untersuchen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten schulischen Leistungen oder einer bereits abgeschlossenen Ausbildung kann die Dauer verkürzt werden. Auch besonders gute Leistungen während der Ausbildung können zu einer vorzeitigen Prüfungszulassung führen.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Baugewerbe sind die Vergütungen oft tariflich geregelt. Durchschnittlich kannst du mit folgender Vergütung rechnen: im ersten Jahr etwa 750-950 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 950-1.200 Euro und im dritten Jahr 1.150-1.450 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Interesse an Geologie, Physik und Technik
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Teamfähigkeit und Bereitschaft zur Arbeit im Freien

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit richtet sich nach den branchenüblichen Regelungen, meist 40 Stunden pro Woche. Da die Arbeit auf Baustellen stattfindet, kann es zu witterungsbedingten Anpassungen und Montageeinsätzen (Arbeit außerhalb des Heimatortes) kommen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Einrichten und Sichern von Baustellen
  • Bedienung von großen Bohrgeräten und Maschinen
  • Durchführung von Bohrungen für Brunnen, Erdwärmesonden oder Baugrunduntersuchungen
  • Installation von Pumpen und Wasseraufbereitungsanlagen
  • Sanierung und Wartung bestehender Brunnen
  • Dokumentation der Arbeiten, z.B. mit einem digitalen Berichtsheft wie von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Grundlagen der Geologie und Bodenkunde
  • Verschiedene Bohrverfahren und -techniken
  • Brunnenausbau und -entwicklung
  • Wasserwirtschaft und Umweltschutzbestimmungen
  • Maschinen- und Gerätekunde
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: Meist zum 1. August oder 1. September eines Jahres.

Zwischenprüfung: Findet in der Regel zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung/Gesellenprüfung: Am Ende der dreijährigen Ausbildung vor der zuständigen Handwerkskammer (HWK) oder Industrie- und Handelskammer (IHK).

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Brunnenbaumeister/in
  • Fortbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in (z.B. Fachrichtung Bohrtechnik)
  • Studium, z.B. im Bauingenieurwesen oder in der Geotechnik
  • Spezialisierung auf Bereiche wie Spezialtiefbau, Geothermie oder Kampfmittelräumung

Good to know

  • Du leistest einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung unserer Trinkwasserversorgung und zur Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Der Beruf ist sehr abwechslungsreich: Du arbeitest mit schwerem Gerät an immer neuen Orten.
  • Als gefragte Fachkraft hast du exzellente Job- und Zukunftsaussichten in einer krisensicheren Branche.

Berufsalltag

Dein Arbeitsplatz ist die Baustelle – bei Wind und Wetter. Im Team richtest du die Baustelle ein, bedienst die oft computergesteuerten Bohrgeräte und analysierst die Bodenproben. Du arbeitest körperlich hart, siehst aber am Ende des Tages, was du geschaffen hast. Die genaue Dokumentation deiner Tätigkeiten im Berichtsheft ist dabei ein wichtiger Teil deiner Ausbildung. Moderne Betriebe nutzen hierfür digitale Lösungen wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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