Büchsenmacher/innen fertigen, warten und reparieren Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen und beraten Kunden fachgerecht.

Ausbildung Büchsenmacher/Büchsenmacherin

Büchsenmacher/innen fertigen, warten und reparieren Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen und beraten Kunden fachgerecht.

Büchsenmacher/innen sind hochspezialisierte Handwerker, die Jagd-, Sport- und Sammlerwaffen herstellen, instand setzen und an die individuellen Wünsche ihrer Kunden anpassen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 650-850 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 750-950 Euro und im dritten Jahr 850-1.050 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit einem Realschulabschluss (mittlere Reife) oder einem guten Hauptschulabschluss ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick und Feinmotorik
  • Technisches Verständnis
  • Hohes Maß an Sorgfalt und Präzision
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Geduld und Konzentrationsfähigkeit

Arbeitszeit

In der Regel reguläre Arbeitszeiten in einer Werkstatt. Je nach Auftragslage können Überstunden anfallen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Herstellung von Waffenteilen aus Metall, Holz und Kunststoff
  • Montage, Justierung und Reparatur von Schusswaffen
  • Anfertigung und Anpassung von Schäften
  • Montage von Zieloptiken und Zubehör
  • Durchführung von Funktions- und Sicherheitsprüfungen
  • Beratung von Kunden und Verkauf
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Werkstoffkunde (Metalle, Hölzer, Kunststoffe)
  • Manuelle und maschinelle Bearbeitungstechniken (Feilen, Sägen, Fräsen, Drehen)
  • Waffentechnik, Ballistik und Munitionskunde
  • Waffenrechtliche Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen
  • Lesen und Erstellen von technischen Zeichnungen
  • Oberflächenbehandlung (Brünieren, Polieren, Lackieren)

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet als Teil 1 der Gesellenprüfung nach ca. 1,5 Jahren statt.

Abschlussprüfung: Die Gesellenprüfung (Teil 2) findet am Ende der Ausbildungszeit statt.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Büchsenmachermeister/in
  • Spezialisierung auf bestimmte Waffenarten (z.B. historische Waffen, Custom-Anfertigungen)
  • Selbstständigkeit mit eigener Werkstatt und eigenem Geschäft
  • Tätigkeit in der Waffenindustrie, im Handel oder bei Behörden

Good to know

  • Der Beruf des Büchsenmachers ist ein traditionsreiches Handwerk, das Präzision und Kunstfertigkeit vereint.
  • Aufgrund der strengen waffenrechtlichen Bestimmungen in Deutschland ist ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein unerlässlich.
  • Es ist ein Nischenberuf, in dem gut ausgebildete Fachkräfte sehr gefragt sind.

Berufsalltag

Im Berufsalltag arbeiten Büchsenmacher/innen hauptsächlich in der Werkstatt. Sie fertigen Einzelteile, montieren komplette Waffen oder führen Reparaturen durch. Die Arbeit erfordert höchste Konzentration und Genauigkeit. Der direkte Kontakt mit Kunden bei der Beratung, dem Verkauf oder der Annahme von Reparaturaufträgen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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