Als Bühnenplastiker/in erweckst du die Visionen von Regisseuren und Bühnenbildnern zum Leben. Du formst, modellierst und baust beeindruckende dreidimensionale Welten für Theater, Film und Fernsehen und schaffst so unvergessliche Kulissen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist oft tariflich geregelt (z.B. nach TVöD) und variiert je nach Träger. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen: im ersten Jahr etwa 1.050-1.100 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.100-1.150 Euro und im dritten Jahr 1.150-1.200 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder der (Fach-)Hochschulreife ein. Eine aussagekräftige Bewerbungsmappe mit Arbeitsproben ist oft entscheidend.
Kenntnisse/Stärken
- Kreativität und künstlerisches Talent
- Handwerkliches Geschick
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Teamfähigkeit
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Körperliche Belastbarkeit
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind oft unregelmäßig und richten sich nach den Proben- und Produktionsplänen. Arbeit am Abend oder am Wochenende, insbesondere vor Premieren, ist üblich.
Aufgaben in der Ausbildung
- Anfertigen von Entwürfen und Modellen nach Vorlagen von Bühnenbildnern
- Bearbeiten von Materialien wie Holz, Metall, Kunststoff, Gips und Ton
- Formen, Modellieren und Kaschieren von plastischen Elementen
- Herstellen von Skulpturen, Requisiten, Masken und Architekturteilen
- Gestalten von Oberflächen durch Bemalung oder Patinierung
- Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen wie Malerei, Schreinerei und Schlosserei
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Materialkunde (Eigenschaften und Verarbeitungstechniken)
- Zeichnen und Formenlehre
- Abform-, Gieß- und Vervielfältigungstechniken
- Konstruktionsprinzipien und Statik
- Farblehre und Oberflächengestaltung
- Stilkunde und Kunstgeschichte
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, das heißt, du arbeitest im Ausbildungsbetrieb (z.B. einem Theater oder einer Filmproduktionsfirma) und besuchst blockweise die Berufsschule.
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil am Ende der Ausbildung.
Karrieremöglichkeiten
- Leitung einer Werkstatt als Plastikermeister/in
- Weiterbildung zum/zur Gestalter/in im Handwerk
- Spezialisierung z.B. auf Special Effects oder Maskenbildnerei
- Studium in Bereichen wie Bühnenbild, Szenografie oder Bildende Kunst
- Selbstständigkeit mit einem eigenen Atelier
Good to know
- Du arbeitest hinter den Kulissen und bist maßgeblich daran beteiligt, die Magie auf der Bühne oder im Film zu erschaffen.
- Der Beruf ist eine seltene und faszinierende Mischung aus Kunst und Handwerk.
- Jedes Projekt ist einzigartig und stellt dich vor neue kreative Herausforderungen.
Berufsalltag
Im Berufsalltag als Bühnenplastiker/in interpretierst du Entwürfe, wählst passende Materialien und setzt diese mit verschiedensten Werkzeugen und Techniken in dreidimensionale Objekte um. Du arbeitest oft unter Zeitdruck im Team mit anderen Kreativen, um beeindruckende Kulissen und Requisiten für die nächste große Produktion zu erschaffen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)