Bürsten- und Pinselmacher/innen stellen Pinsel und Bürsten für verschiedenste Zwecke her, von Malerpinseln über Zahnbürsten bis hin zu Industriebürsten.

Ausbildung Bürsten- und Pinselmacher/in

Bürsten- und Pinselmacher/innen stellen Pinsel und Bürsten für verschiedenste Zwecke her, von Malerpinseln über Zahnbürsten bis hin zu Industriebürsten.

Als Bürsten- und Pinselmacher/in verbindest du traditionelles Handwerk mit moderner Maschinentechnik, um Bürsten und Pinsel aller Art herzustellen. Du wählst die passenden Materialien aus und fertigst Produkte für den Haushalt, die Kunst, die Industrie oder die Körperpflege.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Die Ausbildungsvergütung ist von Betrieb zu Betrieb und je nach Region unterschiedlich. Durchschnittlich kannst du mit folgendem monatlichen Gehalt rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 750 - 900 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 800 - 1.000 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 900 - 1.100 €

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Auszubildenden haben jedoch einen Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Kreativität und Sinn für Formen
  • Technisches Verständnis für die Bedienung von Maschinen
  • Gutes Sehvermögen

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit entspricht den üblichen betrieblichen Arbeitszeiten, in der Regel von Montag bis Freitag.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Auswahl und Vorbereitung von Materialien (Tierhaare, Pflanzenfasern, Kunstfasern, Hölzer, Kunststoffe)
  • Herstellung von Bürsten- und Pinselkörpern durch Sägen, Bohren, Fräsen oder Spritzgießen
  • Manuelles und maschinelles Einziehen des Besatzmaterials
  • Formen, Schneiden und Veredeln der fertigen Produkte
  • Einrichten, Bedienen und Warten von Produktionsmaschinen
  • Durchführung von Qualitätskontrollen
  • Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsinhalte

  • Werkstoffkunde (Eigenschaften von Hölzern, Kunststoffen, Borsten und Haaren)
  • Manuelle und maschinelle Bearbeitungstechniken
  • Konstruktion und Gestaltung von Bürsten und Pinseln
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Qualitätssicherungssysteme
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September eines Jahres.

Zwischenprüfung: Findet zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt, um den aktuellen Wissensstand zu überprüfen.

Abschlussprüfung/Gesellenprüfung: Am Ende der dreijährigen Ausbildung legst du die Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer (HWK) oder Industrie- und Handelskammer (IHK) ab.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Bürsten- und Pinselmachermeister/in
  • Techniker/in der Fachrichtung Holztechnik
  • Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie technische Bürsten oder Künstlerpinsel
  • Gründung eines eigenen Handwerksbetriebs
  • Tätigkeit in der Produktentwicklung oder Qualitätssicherung

Good to know

  • Dieser Beruf ist ein seltenes und traditionelles Handwerk mit einer langen Geschichte.
  • Du fertigst Produkte, die in fast allen Lebensbereichen gebraucht werden – von der Zahnbürste bis zur Spezialbürste für die Raumfahrt.
  • Der Beruf verbindet Kreativität und Präzision auf einzigartige Weise.

Berufsalltag

Im Berufsalltag arbeitest du meist in einer Werkstatt oder einer Produktionshalle. Du hantierst mit verschiedensten Materialien, bedienst spezialisierte Maschinen und führst viele Arbeitsschritte von Hand aus, die höchste Präzision erfordern. Von der Vorbereitung des Holzkörpers bis zum Einsetzen der letzten Borste begleitest du den gesamten Entstehungsprozess eines Pinsels oder einer Bürste. Die Arbeit ist abwechslungsreich und erfordert sowohl Kraft als auch Feingefühl. Natürlich musst du während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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