Als Elektroanlagenmonteur/in bist du die Fachkraft für elektrische Energie. Du montierst, installierst und wartest komplexe elektrische Anlagen und bist dafür verantwortlich, dass der Strom sicher und zuverlässig fließt – von der Energieerzeugung bis zum Endverbraucher.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur) oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich, sodass du früher zur Abschlussprüfung zugelassen werden kannst.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist oft tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 950 - 1.150 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.200 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 1.100 - 1.300 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch bevorzugt Auszubildende mit einem mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) ein. Gute Noten in Mathematik und Physik sind von Vorteil.
Kenntnisse/Stärken
- Technisches Verständnis und logisches Denken
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein (Sicherheit ist oberstes Gebot!)
- Teamfähigkeit
- Körperliche Belastbarkeit
Arbeitszeit
In der Regel hast du eine feste Arbeitswoche. Je nach Einsatzgebiet (z.B. auf Baustellen oder in der Industrie) können auch Schichtarbeit oder Bereitschaftsdienste für Störungsfälle anfallen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Montage und Installation von elektrischen Anlagen und Baugruppen
- Verlegen von Kabeln und Leitungen nach Plan
- Anschluss von Schalt- und Steuerungseinrichtungen
- Durchführung von Messungen und Prüfungen zur Sicherstellung der Funktion und Sicherheit
- Fehlersuche und Behebung von Störungen an elektrischen Systemen
- Wartung und Instandhaltung von Anlagen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik
- Lesen und Anwenden von Schaltplänen und technischen Unterlagen
- Werkstoffbearbeitung und Verbindungstechniken
- Sicherheitsvorschriften (VDE-Vorschriften) und Arbeitsschutz
- Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
- Installation und Inbetriebnahme von energietechnischen Anlagen
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, das heißt, du lernst die Praxis im Ausbildungsbetrieb und die Theorie in der Berufsschule.
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres, um deinen Kenntnisstand zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit, bestehend aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Elektrotechnik
- Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Elektrotechnik
- Spezialisierung in Bereichen wie Automatisierungstechnik, erneuerbare Energien oder Gebäudetechnik
- Studium, z.B. im Fach Elektrotechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen
Good to know
- Ohne Strom läuft nichts: Als Elektroanlagenmonteur/in bist du eine unverzichtbare Fachkraft in fast allen Wirtschaftsbereichen.
- Du spielst eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Energiewende und der Digitalisierung.
- Der Beruf ist krisensicher und bietet eine hervorragende Zukunftsperspektive mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz kann sehr vielfältig sein: Mal bist du auf Baustellen, mal in Industriehallen, Werkstätten oder direkt beim Kunden vor Ort. Du arbeitest oft im Team und nach technischen Plänen. Deine Hauptaufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen sicher und effizient funktionieren. Dabei ist höchste Konzentration und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften essenziell. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)