Als Estrichleger/in schaffst du die perfekte Grundlage für jeden Bodenbelag. Du bist dafür verantwortlich, Estrich als Unterboden herzustellen, zu verlegen und zu glätten, damit später Parkett, Fliesen oder Teppichboden verlegt werden können.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist im Baugewerbe tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen: Im ersten Jahr etwa 900-1.000 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.200-1.300 Euro und im dritten Jahr 1.450-1.550 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Ein Hauptschulabschluss ist eine gute Grundlage für die Ausbildung zum/zur Estrichleger/in. Aber auch mit anderen Schulabschlüssen hast du gute Chancen.
Kenntnisse/Stärken
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfalt und genaues Arbeiten
- Teamfähigkeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten orientieren sich an den üblichen Zeiten im Baugewerbe, was oft einen frühen Arbeitsbeginn bedeutet. Gearbeitet wird meist von Montag bis Freitag auf Baustellen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Untergründe für den Estrich vorbereiten (reinigen, grundieren)
- Dämm- und Isolierstoffe zuschneiden und verlegen
- Estrichmörtel nach Rezeptur anmischen
- Estrichmasse gleichmäßig verteilen und auf die richtige Höhe bringen
- Oberflächen glätten und verdichten
- Wartung und Pflege von Werkzeugen und Maschinen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Werkstoff- und Materialkunde (Zement, Sand, Kunstharze)
- Lesen von Bauzeichnungen und Verlegeplänen
- Verschiedene Estricharten und ihre Eigenschaften
- Bedienung von Maschinen wie Mischpumpen und Glättmaschinen
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz auf der Baustelle
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres.
Abschlussprüfung/Gesellenprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Vorarbeiter/in oder Polier/in
- Meisterprüfung zum/zur Estrichlegermeister/in
- Fortbildung zum/zur Bautechniker/in
- Gründung eines eigenen Betriebs (Selbstständigkeit)
Good to know
- Der Estrichleger schafft die buchstäbliche Grundlage für wohnliche und funktionale Räume.
- Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll, aber du siehst am Ende des Tages direkt, was du geschafft hast.
- Als Fachkraft im Baugewerbe bist du sehr gefragt und hast einen sicheren Arbeitsplatz.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz als Estrichleger/in ist die Baustelle, meist in Rohbauten. Gemeinsam im Team bereitest du den Untergrund vor, mischst den Estrich an und bringst ihn ein. Das erfordert Kraft, Präzision und ein gutes Auge. Du arbeitest oft auf den Knien und musst schwere Materialien bewegen. Der Kontakt mit anderen Gewerken wie Heizungsbauern oder Fliesenlegern gehört ebenfalls zum Alltag. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)