Als Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung bist du der kreative Kopf hinter Softwarelösungen. Du konzipierst, entwickelst und programmierst maßgeschneiderte Anwendungen für Kunden oder für das eigene Unternehmen und sorgst dafür, dass alles reibungslos funktioniert.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei besonders guten Leistungen oder entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur) kann die Ausbildungszeit auf 2,5 oder sogar 2 Jahre verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Branche, Region und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen: im ersten Jahr etwa 1.000-1.150 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.050-1.200 Euro und im dritten Jahr 1.100-1.300 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Ausbildungsbetriebe stellen jedoch Bewerber/innen mit (Fach-)Abitur oder einem sehr guten mittleren Bildungsabschluss ein.
Kenntnisse/Stärken
- Logisches und analytisches Denkvermögen
- Interesse an Informatik und Programmierung
- Gute Kenntnisse in Mathematik und Englisch
- Teamfähigkeit
- Sorgfalt und Konzentrationsfähigkeit
- Lernbereitschaft und Neugier
Arbeitszeit
In der Regel hast du eine 40-Stunden-Woche mit festen Arbeitszeiten. Je nach Projektphase kann es auch mal zu Überstunden kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Analyse von Kundenanforderungen und Planung von Softwareprojekten
- Entwicklung, Programmierung und Testen von Anwendungen
- Anpassung und Weiterentwicklung bestehender Software
- Erstellung von Benutzeroberflächen
- Fehlerbehebung (Debugging) und Qualitätssicherung
- Dokumentation der entwickelten Software
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Verschiedene Programmiersprachen und Paradigmen
- Software-Engineering und Vorgehensmodelle (z.B. Scrum)
- Planung und Verwaltung von Datenbanken
- IT-Sicherheit und Datenschutz
- Projektmanagement und kaufmännische Grundlagen
- Qualitätssicherung und Testverfahren
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, d.h. du bist abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Abschlussprüfung Teil 1: Findet zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt und zählt bereits zur Abschlussnote.
Abschlussprüfung Teil 2: Am Ende der Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Informatik
- Zertifizierungen in speziellen Technologien (z.B. Java, Microsoft, Cloud)
- Aufstiegsfortbildungen wie z.B. IT-Projektleiter/in (IHK)
- Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik (auch ohne Abitur möglich)
- Spezialisierung auf gefragte Bereiche wie App-Entwicklung, IT-Security oder künstliche Intelligenz
Good to know
- Fachinformatiker/innen für Anwendungsentwicklung sind die Architekten der digitalen Welt.
- Der Beruf ist extrem zukunftssicher, da die Digitalisierung in allen Branchen voranschreitet.
- Du arbeitest oft in agilen Teams und kannst deine Kreativität voll einbringen.
- Die Nachfrage nach qualifizierten Entwicklern ist riesig, was hervorragende Jobaussichten bedeutet.
Berufsalltag
Der Berufsalltag ist meist projektbasiert und findet hauptsächlich am Computer statt. Du arbeitest oft im Team, tauschst dich in Meetings über den Projektfortschritt aus, schreibst Code, testest Programme und löst knifflige Probleme. Je nach Unternehmen gehört auch die direkte Kommunikation mit Kunden oder Anwendern zu deinen Aufgaben. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)