Fachkräfte für Fruchtsafttechnik stellen aus Obst und Gemüse Säfte, Nektare und andere Getränke her, steuern die Produktionsanlagen und sichern die Qualität.

Ausbildung Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik stellen aus Obst und Gemüse Säfte, Nektare und andere Getränke her, steuern die Produktionsanlagen und sichern die Qualität.

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik sind die Experten, wenn es darum geht, aus frischem Obst und Gemüse leckere und qualitativ hochwertige Säfte, Nektare oder Fruchtweine herzustellen. Sie begleiten den gesamten Prozess von der Anlieferung der Rohwaren bis zum fertig abgefüllten Produkt.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten Leistungen oder entsprechender Vorbildung (z.B. Abitur) kann die Ausbildung auf 2,5 oder sogar 2 Jahre verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 900-1.100 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.000-1.200 Euro und im dritten Jahr 1.100-1.350 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Interesse an Biologie und Chemie
  • Technisches Verständnis für Maschinen und Anlagen
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (Hygiene!)
  • Guter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

In der Regel wird im Schichtdienst gearbeitet, da die Produktion oft rund um die Uhr läuft. Auch Wochenendarbeit kann vorkommen, besonders während der Erntezeiten.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Annahme und Prüfung von Obst, Gemüse und anderen Rohstoffen
  • Bedienung und Überwachung von Produktionsanlagen (z.B. Pressen, Zentrifugen, Abfüllanlagen)
  • Herstellung von Säften, Nektaren und Konzentraten nach Rezeptur
  • Durchführung von Qualitätskontrollen im Labor
  • Reinigung und Wartung der Maschinen und Anlagen
  • Lagerung der Rohwaren und Fertigprodukte
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Lebensmittelrecht und Hygienestandards
  • Verfahrenstechnik der Fruchtsaft- und Getränkeherstellung
  • Mikrobiologie und Chemie
  • Anlagen- und Steuerungstechnik
  • Qualitätssicherung und Labortechnik
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.

Zwischenprüfung: Findet zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt, um den aktuellen Wissensstand zu prüfen.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit, bestehend aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in – Fachrichtung Fruchtsaft und Getränke
  • Fortbildung zum/zur Techniker/in – Fachrichtung Lebensmitteltechnik
  • Studium der Lebensmitteltechnologie oder Getränketechnologie
  • Spezialisierung auf Bereiche wie Produktentwicklung oder Qualitätssicherung

Good to know

  • Du arbeitest an der Schnittstelle von Natur, Technik und Genuss.
  • Die Branche ist innovativ und entwickelt ständig neue Getränkeprodukte.
  • Als Fachkraft für Fruchtsafttechnik leistest du einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelversorgung.
  • Der Beruf bietet eine gute Mischung aus praktischer Arbeit an den Maschinen und analytischer Tätigkeit im Labor.

Berufsalltag

Der Berufsalltag einer Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist abwechslungsreich. Du beginnst deine Schicht mit der Überprüfung der Anlagen, nimmst Rohwaren entgegen und bereitest sie für die Verarbeitung vor. Du überwachst die Press- und Filtervorgänge, nimmst Proben für das Labor und stellst sicher, dass alle Hygienestandards eingehalten werden. Die Arbeit findet hauptsächlich in großen Produktionshallen statt und erfordert Teamarbeit und ständige Konzentration. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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