Als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten bist du die Expertin oder der Experte, wenn es darum geht, Gebäude und Holzkonstruktionen vor schädlichen Einflüssen zu bewahren. Du identifizierst Schäden durch Pilze, Insekten oder Feuchtigkeit und wendest die passenden Schutz- und Sanierungsmaßnahmen an, um die Bausubstanz langfristig zu erhalten.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Sie kann eine Grundlage für die weiterführende Ausbildung zum/zur Holz- und Bautenschützer/in sein, die dann insgesamt 3 Jahre dauert.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Bundesland, Tarifvertrag und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 750 - 950 Euro pro Monat
- 2. Ausbildungsjahr: 950 - 1.250 Euro pro Monat
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe aber überwiegend Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss ein.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfältiges und genaues Arbeiten
- Körperliche Belastbarkeit
- Interesse an Chemie und Biologie
- Verantwortungsbewusstsein (Umgang mit Schutzmitteln)
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit richtet sich nach den branchenüblichen Regelungen, meistens eine 40-Stunden-Woche. Du arbeitest hauptsächlich auf Baustellen, sowohl im Freien als auch in Gebäuden.
Aufgaben in der Ausbildung
- Beurteilung von Schäden an Holz- und Bauwerksteilen
- Vorbereitung von Untergründen (z.B. Reinigen, Entfernen von altem Material)
- Durchführung von Holzschutzmaßnahmen gegen Pilz- und Insektenbefall
- Abdichtung von Kellern, Wänden und Fundamenten gegen Feuchtigkeit
- Bekämpfung von Echtem Hausschwamm
- Sicheres Einrichten von Baustellen und Bedienen von Geräten
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Werkstoffkunde (Holz, Beton, Mauerwerk, Kunststoffe)
- Grundlagen der Bauchemie und Bauphysik
- Anwendungstechniken für Schutz- und Sanierungsmittel
- Diagnose von Bauschäden
- Gesundheits- und Umweltschutz bei der Arbeit
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung erfolgt dual, also im Betrieb und in der Berufsschule. Sie schließt mit einer gestreckten Abschlussprüfung ab.
Abschlussprüfung Teil 1: Findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt und zählt bereits für das Endergebnis.
Abschlussprüfung Teil 2: Am Ende der zweijährigen Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Anschluss der Ausbildung zum/zur Holz- und Bautenschützer/in (1 weiteres Jahr)
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik
- Meisterprüfung im Holz- und Bautenschutzgewerbe
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Betonsanierung oder Denkmalpflege
Good to know
- Du leistest einen wichtigen Beitrag zum Werterhalt von Gebäuden.
- Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und führt dich an viele verschiedene Orte – vom Keller bis zum Dachstuhl.
- Da der Schutz und die Sanierung von Bausubstanz immer wichtiger werden, hast du exzellente Zukunftsaussichten.
Berufsalltag
Im Berufsalltag bist du oft direkt vor Ort beim Kunden. Du analysierst Schäden, bereitest die betroffenen Stellen vor und wendest spezielle Verfahren und Mittel an, um Holz und Mauerwerk zu schützen. Dabei arbeitest du oft im Team, musst aber auch selbstständig Entscheidungen treffen können. Der sichere Umgang mit Werkzeugen und Schutzmitteln ist dabei essenziell. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)