Fachkräfte für Lebensmitteltechnik stellen industriell gefertigte Nahrungsmittel her und überwachen den gesamten Produktionsprozess von der Rohstoffannahme bis zur Verpackung.

Ausbildung Fachkraft für Lebensmitteltechnik

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik stellen industriell gefertigte Nahrungsmittel her und überwachen den gesamten Produktionsprozess von der Rohstoffannahme bis zur Verpackung.

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik sind die Expertinnen und Experten hinter unseren täglichen Nahrungsmitteln. Sie begleiten den gesamten Herstellungsprozess von der Annahme der Rohstoffe bis zum fertig verpackten Produkt und sorgen dabei für Qualität, Sicherheit und Geschmack.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechenden schulischen Vorkenntnissen (z.B. Abitur) oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt ist tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 900 - 1.100 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.200 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.100 - 1.350 Euro

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Interesse an Biologie, Chemie und Physik
  • Technisches Verständnis für Maschinen und Anlagen
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (Hygiene!)
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

In der Lebensmittelindustrie ist Schichtarbeit (Früh-, Spät- und Nachtschicht) üblich, da die Produktion oft rund um die Uhr läuft. Auch Wochenendarbeit kann vorkommen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Annahme und Prüfung von Rohstoffen auf Qualität
  • Einrichtung, Bedienung und Überwachung von Produktionsanlagen
  • Steuerung und Kontrolle der Herstellungsprozesse
  • Entnahme von Proben zur Qualitätskontrolle im Labor
  • Verpackung und Lagerung der fertigen Produkte
  • Sicherstellung der Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsstandards
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Verfahrenstechniken wie Mischen, Zerkleinern, Kühlen oder Erhitzen
  • Lebensmittelrecht und Hygienevorschriften
  • Maschinen- und Anlagentechnik
  • Qualitätssicherung und Sensorik (Prüfung von Geschmack, Geruch, Aussehen)
  • Prozesssteuerung und Automatisierungstechnik
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Die Ausbildung findet dual statt, d.h. im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Sie gliedert sich wie folgt:

Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.

Zwischenprüfung: Zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres, um den Kenntnisstand zu überprüfen.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Lebensmittel
  • Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Lebensmitteltechnik
  • Studium, z.B. Lebensmitteltechnologie oder Ökotrophologie (Ernährungswissenschaft)
  • Spezialisierung in Bereichen wie Produktentwicklung, Qualitätssicherung oder Produktionsleitung

Good to know

  • Der Beruf ist extrem zukunftssicher, denn gegessen wird immer.
  • Du arbeitest in einer hochmodernen, automatisierten Umgebung.
  • Fachkräfte für Lebensmitteltechnik sind in vielen Branchen gefragt, z.B. bei Herstellern von Backwaren, Getränken, Fleisch- und Wurstwaren oder Süßigkeiten.

Berufsalltag

Dein Arbeitsalltag ist geprägt von der Arbeit an großen, computergesteuerten Anlagen. Du überwachst auf Monitoren die Produktionsschritte, nimmst Proben, führst Qualitätschecks durch und dokumentierst alle Prozesse sorgfältig. Teamarbeit mit Kollegen und die strikte Einhaltung von Hygienevorschriften sind dabei das A und O. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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