Fachkräfte für Schutz und Sicherheit analysieren Gefährdungspotenziale, ergreifen Sicherungsmaßnahmen und schützen Personen, Objekte und Werte.

Ausbildung Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit analysieren Gefährdungspotenziale, ergreifen Sicherungsmaßnahmen und schützen Personen, Objekte und Werte.

Als Fachkraft für Schutz und Sicherheit bist du der Garant für die Sicherheit in den verschiedensten Bereichen. Du schützt Personen, Objekte, Anlagen und Werte, indem du Gefahrensituationen frühzeitig erkennst, analysierst und abwehrst.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 850-1.050 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 950-1.150 Euro und im dritten Jahr 1.000-1.200 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Für die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit wird häufig ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) vorausgesetzt. Grundsätzlich ist die Ausbildung aber mit jedem Schulabschluss möglich.

Kenntnisse/Stärken

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Beobachtungsgabe und Aufmerksamkeit
  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Entscheidungs- und Reaktionsfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen und Deeskalationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig und umfassen Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste, da Sicherheit rund um die Uhr gewährleistet werden muss.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Durchführung von Kontrollgängen in Gebäuden und auf Geländen
  • Überwachung von Objekten mithilfe von Sicherheitstechnik (z.B. Monitore)
  • Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr
  • Bedienung und Kontrolle von sicherheitstechnischen Einrichtungen
  • Erste-Hilfe-Leistung im Notfall
  • Erstellung von Ereignismeldungen und Berichten
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste (z.B. Strafrecht, Gewerberecht)
  • Umgang mit Menschen in Konfliktsituationen
  • Sicherheitstechnik und deren Anwendung
  • Ermittlung, Sicherung und Aufklärung von Sachverhalten
  • Planung und Organisation von Sicherheitsdienstleistungen
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit vor der IHK.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Meister/in für Schutz und Sicherheit
  • Spezialisierung in Bereichen wie Veranstaltungsschutz, Personenschutz oder IT-Sicherheit
  • Aufstieg zur Einsatz- oder Objektleitung
  • Studium im Bereich Sicherheitsmanagement oder Sicherheitstechnik

Good to know

  • Der Beruf ist sehr abwechslungsreich mit Einsätzen an Flughäfen, bei Veranstaltungen, in Industrieanlagen oder im öffentlichen Raum.
  • Du trägst eine hohe Verantwortung für die Sicherheit von Menschen und Sachwerten.
  • Aufgrund der steigenden Sicherheitsanforderungen ist dies ein Beruf mit ausgezeichneten Zukunftsperspektiven.

Berufsalltag

Im Berufsalltag einer Fachkraft für Schutz und Sicherheit gleicht kaum ein Tag dem anderen. Du beginnst deine Schicht vielleicht mit einer Übergabe, überprüfst sicherheitstechnische Anlagen, führst Kontrollgänge durch oder überwachst Monitore in einer Zentrale. Plötzlich kann ein Alarm eingehen, der schnelles und überlegtes Handeln erfordert. Der Umgang mit Menschen, das Erstellen von Protokollen und die enge Zusammenarbeit im Team sind feste Bestandteile deiner Arbeit. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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