Fachkräfte für Straßen- und Verkehrstechnik sind die Architekten unserer Verkehrswege. Sie sind an der Planung, dem Bau und der Unterhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen beteiligt und sorgen für einen sicheren und flüssigen Verkehr.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender Vorbildung (z.B. Abitur) oder sehr guten Leistungen in der Ausbildung und Berufsschule möglich.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Da die Ausbildung häufig im öffentlichen Dienst stattfindet, richtet sich die Vergütung oft nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD). Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
1. Jahr: ca. 1.218 Euro
2. Jahr: ca. 1.268 Euro
3. Jahr: ca. 1.314 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe und Behörden überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder der Hochschulreife (Abitur) ein.
Kenntnisse/Stärken
- Gutes mathematisches und technisches Verständnis
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Sorgfältiges und genaues Arbeiten
- Zeichnerisches Geschick
- Interesse an Computern und Software (CAD)
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
Meistens geregelte Arbeitszeiten im Büro. Bei Baustellenbesuchen oder Vermessungsarbeiten im Außendienst kann es zu abweichenden Arbeitszeiten kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Erstellen von technischen Zeichnungen und Plänen am Computer (CAD)
- Durchführung von Berechnungen für den Straßenbau (z.B. Materialbedarf)
- Mitarbeit bei der Planung von Verkehrsleitsystemen und Beschilderungen
- Vorbereitung von Ausschreibungen und Vergabeunterlagen
- Durchführung von Vermessungsarbeiten im Außendienst
- Überwachung von Baumaßnahmen vor Ort
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Straßenplanung und des Tiefbaus
- Anwendung von CAD-Software
- Vermessungstechnik
- Baustoffkunde
- Relevante Gesetze, Normen und Vorschriften (z.B. Baurecht)
- Verkehrstechnik und Verkehrsplanung
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.
Zwischenprüfung: Findet zur Mitte der Ausbildungszeit statt, um den Lernfortschritt zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil am Ende der Ausbildung.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik (Schwerpunkt Tiefbau)
- Studium im Bereich Bauingenieurwesen oder Verkehrsingenieurwesen
- Spezialisierung auf Bereiche wie Verkehrsplanung, Geoinformationssysteme (GIS) oder Baustellenmanagement
Good to know
- Du gestaltest aktiv die Infrastruktur und Mobilität von morgen mit.
- Der Beruf verbindet konzentrierte Büroarbeit am PC mit praktischer Tätigkeit im Freien.
- Als Fachkraft im öffentlichen Dienst oder in Ingenieurbüros hast du einen sicheren und gefragten Arbeitsplatz.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und teilt sich in Büro- und Außendienst auf. Am Schreibtisch erstellst du mit spezieller Software Baupläne, wertest Daten aus und bereitest Unterlagen vor. Draußen auf der Baustelle oder im Gelände überwachst du Baufortschritte oder führst Vermessungen durch. Du arbeitest eng mit Ingenieuren, Behörden und Baufirmen zusammen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)