Fahrradmonteure und Fahrradmonteurinnen sind die Expert/innen, wenn es um die Technik von Fahrrädern, E-Bikes und Pedelecs geht. Sie sorgen dafür, dass Zweiräder sicher und funktionsfähig sind, indem sie diese montieren, warten, reparieren und individuell an Kundenwünsche anpassen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie einer guten Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Bundesland, Betriebsgröße und Tarifvertrag. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: ca. 700 - 950 Euro pro Monat
- 2. Ausbildungsjahr: ca. 750 - 1.050 Euro pro Monat
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.
Kenntnisse/Stärken
- Technisches Verständnis und Interesse an Fahrradtechnik
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Kunden- und Serviceorientierung
- Körperliche Fitness
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten orientieren sich meist an den üblichen Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel. Insbesondere in der Fahrradsaison im Frühling und Sommer kann es zu Mehrarbeit kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Montage von Neurädern (Fahrräder, E-Bikes, Pedelecs)
- Durchführung von Inspektionen und Wartungsarbeiten
- Diagnose und Behebung von Fehlern an mechanischen und elektrischen Systemen
- Reparatur und Austausch von Komponenten wie Bremsen, Schaltungen und Beleuchtung
- Anpassung von Fahrrädern an die individuellen Bedürfnisse der Kunden
- Beratung von Kunden zu Fahrrädern, Zubehör und Reparaturen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Aufbau und Funktionsweise von Fahrrädern und E-Bikes
- Werkstoffkunde und Bearbeitungstechniken
- Wartung und Instandsetzung von Bauteilen und Systemen
- Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik bei E-Bikes
- Umgang mit Prüf- und Messgeräten
- Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt, um den aktuellen Kenntnisstand zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Am Ende der zweijährigen Ausbildung vor der zuständigen Handwerkskammer (HWK) oder Industrie- und Handelskammer (IHK).
Karrieremöglichkeiten
- Anschlussausbildung zum/zur Zweiradmechatroniker/in - Fachrichtung Fahrradtechnik (Dauer: 1,5 weitere Jahre)
- Weiterbildung zum/zur Zweirad-Servicetechniker/in
- Meisterprüfung im Zweiradmechaniker-Handwerk (nach der Weiterqualifizierung zum Mechatroniker)
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie E-Bikes, Rennräder oder Mountainbikes
- Selbstständigkeit mit einem eigenen Fahrradgeschäft oder einer Werkstatt
Good to know
- Der Beruf verbindet handwerkliche Tätigkeit mit moderner Technik und direktem Kundenkontakt.
- Durch den E-Bike-Boom und den Trend zur nachhaltigen Mobilität ist die Branche zukunftssicher und wächst stetig.
- Du arbeitest mit einem Produkt, das für Freizeit, Sport und umweltfreundliche Fortbewegung steht.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag als Fahrradmonteur/in ist abwechslungsreich. Du arbeitest hauptsächlich in der Werkstatt, wo du neue Fahrräder endmontierst, Inspektionen durchführst und Reparaturen erledigst. Du hast aber auch Kontakt zu Kunden, berätst sie im Verkaufsraum oder nimmst Reparaturaufträge an. Sorgfalt ist dabei entscheidend, denn du bist für die Sicherheit der Fahrräder verantwortlich. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)