Als Fluggerätmechaniker/in der Fachrichtung Instandhaltungstechnik bist du der Schlüssel zur Sicherheit am Himmel. Du sorgst dafür, dass Flugzeuge und Hubschrauber jederzeit perfekt funktionieren, indem du sie inspizierst, wartest und bei Bedarf reparierst.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur), guten Leistungen während der Ausbildung oder einer vorherigen Berufsausbildung möglich.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist oft tariflich geregelt und gehört zu den höheren Ausbildungsvergütungen. Im Durchschnitt kannst du erwarten:
- 1. Ausbildungsjahr: 1.000 – 1.150 €
- 2. Ausbildungsjahr: 1.050 – 1.200 €
- 3. Ausbildungsjahr: 1.150 – 1.300 €
- 4. Ausbildungsjahr: 1.200 – 1.350 €
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis wird jedoch meist ein guter Realschulabschluss (mittlere Reife) oder das (Fach-)Abitur erwartet.
Kenntnisse/Stärken
- Hohes technisches und physikalisches Verständnis
- Handwerkliches Geschick und Präzision
- Sehr hohes Verantwortungsbewusstsein
- Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Gute Englischkenntnisse (für Handbücher und Dokumentationen)
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Schwindelfreiheit
Arbeitszeit
Die Arbeit findet oft im Schichtdienst (Früh-, Spät- und Nachtschicht) statt, auch an Wochenenden und Feiertagen, da die Flugzeuge rund um die Uhr gewartet werden müssen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Durchführung von Inspektionen an Flugwerk, Triebwerken und Fahrwerken
- Wartung und Instandsetzung von mechanischen, hydraulischen, pneumatischen und elektrischen Systemen
- Austausch defekter Bauteile und Komponenten
- Durchführung von Systemtests und Funktionsprüfungen
- Sorgfältige Dokumentation aller durchgeführten Arbeiten
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Aerodynamik, Werkstoffkunde und Elektrotechnik
- Lesen und Anwenden von technischen Zeichnungen und englischsprachigen Wartungshandbüchern (Manuals)
- Umgang mit Spezialwerkzeugen, Mess- und Prüfgeräten
- Verfahren zur Instandhaltung von Flugwerk, Triebwerken und Avionik
- Luftrecht, Sicherheitsvorschriften und Qualitätsmanagement
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise im August oder September.
Zwischenprüfung: Die gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 findet in der Regel nach der Hälfte der Ausbildungszeit statt.
Abschlussprüfung: Die Ausbildung endet mit der Abschlussprüfung Teil 2 vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Luftfahrttechnik
- Erwerb von Lizenzen als Prüfer/in von Luftfahrtgerät (Certifying Staff)
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Flugzeugbau/Luftfahrttechnik
- Studium, z.B. im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik oder Maschinenbau
- Spezialisierung auf bestimmte Flugzeugmuster oder Technologien
Good to know
- Du arbeitest an hochkomplexer und faszinierender Technik.
- Der Beruf ist international ausgerichtet und bietet weltweite Einsatzmöglichkeiten.
- Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen trägst du eine enorme Verantwortung.
- Die Branche ist innovativ und entwickelt sich ständig weiter.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist der Hangar oder das Vorfeld eines Flughafens. Im Team mit Kollegen arbeitest du direkt an Flugzeugen und Hubschraubern. Du folgst dabei exakten Arbeitsanweisungen und Checklisten und dokumentierst jeden Arbeitsschritt penibel genau, um die Sicherheit zu gewährleisten. Kein Tag ist wie der andere, denn neben Routineinspektionen gehören auch komplexe Fehlersuchen zu deinen Aufgaben. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)