Gärtner/innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau gestalten und pflegen Außenanlagen, legen Wege an, bauen Mauern und Teiche und arbeiten kreativ mit Pflanzen und Baustoffen.

Ausbildung Gärtner/in - Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

Gärtner/innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau gestalten und pflegen Außenanlagen, legen Wege an, bauen Mauern und Teiche und arbeiten kreativ mit Pflanzen und Baustoffen.

Als Gärtner/in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, oft auch Landschaftsgärtner/in genannt, bist du der/die kreative Gestalter/in für Grünflächen aller Art. Du verwandelst triste Flächen in blühende Oasen, baust Wege, Mauern und Teiche und sorgst dafür, dass private Gärten und öffentliche Parks zu Orten der Erholung werden.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten Leistungen in Berufsschule und Betrieb oder mit einer entsprechenden schulischen Vorbildung (z.B. Abitur) kann die Ausbildung verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt ist tariflich geregelt, kann aber je nach Bundesland und Betrieb variieren. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 850 - 1.000 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 950 - 1.100 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.050 - 1.200 Euro

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber mit einem guten Hauptschulabschluss oder einem mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Interesse an Natur und Pflanzen
  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Handwerkliches Geschick
  • Teamfähigkeit
  • Technisches Verständnis (z.B. für Maschinen)
  • Räumliches Vorstellungsvermögen

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit findet überwiegend im Freien und tagsüber statt. Saisonbedingt kann es im Sommer zu längeren Arbeitstagen kommen, während im Winter oft eine kürzere Arbeitswoche üblich ist.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Anlegen von Gärten, Parks und Sportanlagen nach Plan
  • Pflasterarbeiten für Wege, Terrassen und Plätze
  • Bau von Trockenmauern, Zäunen, Treppen und Pergolen
  • Anlegen von Teichen, Bachläufen und Wasserspielen
  • Pflanz- und Pflegearbeiten (Bäume, Sträucher, Stauden, Rasen)
  • Bedienung von Baumaschinen wie Minibagger, Radlader und Rüttelplatten
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Pflanzenkunde (Botanik) und ihre Verwendung
  • Bodenkunde, Erdarbeiten und Entwässerung
  • Lesen und Umsetzen von Ausführungsplänen
  • Verwendung von Baustoffen wie Naturstein, Holz und Beton
  • Bedienung und Wartung von Maschinen und Geräten
  • Grundlagen der Vermessungstechnik
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Die Gesellenprüfung erfolgt am Ende der dreijährigen Ausbildung.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Gärtnermeister/in oder Techniker/in im Garten- und Landschaftsbau
  • Spezialisierung z.B. in Baumpflege (European Tree Worker), Teichbau oder Greenkeeping (Sportplatzpflege)
  • Studium der Landschaftsarchitektur oder des Landschaftsbaus
  • Gründung eines eigenen Betriebs und Selbstständigkeit

Good to know

  • Du siehst am Ende des Tages, was du mit deinen Händen geschaffen hast.
  • Der Beruf ist eine perfekte Mischung aus Kreativität, Handwerk, Technik und Natur.
  • Als Landschaftsgärtner/in leistest du einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und schaffst grüne Lebensräume.

Berufsalltag

Dein Arbeitsplatz ist fast immer unter freiem Himmel und bei jedem Wetter. Im Team arbeitest du auf verschiedenen Baustellen – bei Privatkunden, Firmen oder in öffentlichen Anlagen. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll, aber auch sehr abwechslungsreich und kreativ. Du bedienst Maschinen, verlegst Steine, pflanzt Bäume und berätst Kunden. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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