Als Gärtner/in der Fachrichtung Zierpflanzenbau bist du Expert/in für die Anzucht, Pflege und Vermarktung von blühenden und grünen Pflanzen. Du arbeitest mit modernster Technik in Gewächshäusern und im Freiland, um die schönsten Blumen und Pflanzen für jeden Anlass zu kultivieren.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Sie kann bei entsprechender Vorbildung (z.B. Abitur) oder bei sehr guten Leistungen in der Berufsschule und im Betrieb verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Bundesland und Betrieb, oft geregelt durch Tarifverträge. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 700 - 900 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 800 - 1.000 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 900 - 1.100 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber/innen mit einem Hauptschul- oder Realschulabschluss ein.
Kenntnisse/Stärken
- Interesse an Pflanzen und Natur
- Handwerkliches Geschick
- Körperliche Belastbarkeit
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind meistens regulär, können aber saisonal bedingt variieren. Insbesondere im Frühling und Sommer kann es zu längeren Arbeitstagen kommen. Die Arbeit findet sowohl in Gewächshäusern als auch im Freien statt und ist daher teils wetterabhängig.
Aufgaben in der Ausbildung
- Vermehrung von Pflanzen durch Aussaat, Stecklinge oder Teilung
- Kultivierung von Pflanzen in verschiedenen Entwicklungsstadien (Topfen, Umtopfen)
- Durchführung von Pflegemaßnahmen wie Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutz
- Bedienung und Steuerung von Kultur- und Klimatechnik in Gewächshäusern
- Ernte und Vorbereitung der Pflanzen für den Verkauf
- Kundenberatung und Verkauf von Zierpflanzen
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsinhalte
- Botanik: Pflanzenarten bestimmen und ihre Ansprüche kennen
- Boden- und Substratlehre
- Pflanzenernährung und Düngung
- Biologischer und chemischer Pflanzenschutz
- Bedienung von Maschinen, Geräten und technischen Anlagen
- Grundlagen der Betriebswirtschaft und Vermarktung
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz im Gartenbau
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.
Zwischenprüfung: Findet in der Regel zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung nach drei Jahren, bestehend aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Gärtnermeister/in
- Fortbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in im Gartenbau
- Studium der Gartenbauwissenschaften oder Landschaftsarchitektur (mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung)
- Spezialisierung auf bestimmte Pflanzenkulturen oder biologischen Anbau
- Selbstständigkeit mit einer eigenen Gärtnerei
Good to know
- Du arbeitest mit lebenden Organismen und gestaltest aktiv die grüne Umwelt.
- Der Beruf ist eine Mischung aus traditionellem Handwerk und moderner Technologie.
- Als Gärtner/in bringst du Farbe und Leben in das Zuhause und die Gärten der Menschen.
- Die Branche ist krisensicher, denn Pflanzen und Blumen werden immer gebraucht.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und richtet sich nach den Jahreszeiten. Du beginnst den Tag oft mit der Kontrolle und Pflege der Pflanzenkulturen im Gewächshaus. Du topfst Jungpflanzen, bereitest Substrate vor, steuerst die Bewässerungsanlagen und erntest verkaufsfertige Blumen. Im direkten Kundenkontakt berätst du bei der Pflanzenauswahl. Die Arbeit ist körperlich, aber du siehst direkt, wie durch deine Pflege alles wächst und gedeiht. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)