Als Gestalter/in für immersive Medien bist du Architekt/in digitaler Welten. Du konzipierst und erstellst atemberaubende Erlebnisse in Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR), die Nutzer interaktiv erkunden und erfahren können.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur), vorangegangenen Ausbildungszeiten oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Betrieb, Branche und Region. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: ca. 750 - 950 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: ca. 850 - 1.050 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: ca. 950 - 1.200 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Für die Ausbildung wird häufig die (Fach-)Hochschulreife oder ein guter mittlerer Bildungsabschluss erwartet. Rechtlich ist jedoch kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.
Kenntnisse/Stärken
- Kreativität und gestalterisches Talent
- Technisches Verständnis und IT-Affinität
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Sorgfältige und eigenständige Arbeitsweise
- Interesse an neuen Technologien (VR/AR/MR)
Arbeitszeit
In der Regel reguläre Arbeitszeiten, wie in einem Büro. Je nach Projektphase und Deadlines kann es auch zu flexibleren Arbeitszeiten oder Überstunden kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Entwicklung von Konzepten für immersive Anwendungen
- Erstellung von 3D-Modellen, Texturen und Animationen
- Arbeit mit Game-Engines (z.B. Unity oder Unreal Engine)
- Gestaltung von Benutzeroberflächen (UI/UX) für VR/AR
- Integration von Sound und interaktiven Elementen
- Testen und Optimieren der Anwendungen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Gestaltungsgrundlagen (Farbe, Form, Typografie)
- 3D-Modellierung, -Animation und -Visualisierung
- Dramaturgie und Storytelling für interaktive Medien
- Grundlagen der Programmierung und des Scriptings
- Projektmanagement und Qualitätssicherung
- Umgang mit Hard- und Software für immersive Medien
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet zur Mitte der Ausbildung statt, um den aktuellen Lernstand zu prüfen.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung, besteht meist aus einem praktischen Projekt und einer theoretischen Prüfung.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Medienfachwirt/in oder Techniker/in
- Spezialisierung als 3D Artist, Technical Artist oder Interaction Designer
- Studium in Bereichen wie Gamedesign, Medieninformatik oder Virtual Reality
- Anstellung in Werbeagenturen, Softwarefirmen, der Industrie oder im Bildungssektor
Good to know
- Dieser Ausbildungsberuf wurde erst 2023 eingeführt und gehört damit zu den modernsten und zukunftssichersten Berufen in der Kreativbranche.
- Du arbeitest an der Schnittstelle von Design, Kunst und modernster Technologie.
- Die Anwendungsbereiche sind riesig: von Spielen und Entertainment über industrielle Simulationen und virtuelle Trainings bis hin zu Marketing und Medizin.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist ein kreativer Mix aus Konzeption, Gestaltung und technischer Umsetzung am Computer. Du arbeitest oft im Team mit anderen Kreativen und Entwicklern, besprichst Ideen in Meetings und präsentierst deine Entwürfe. Du verbringst viel Zeit mit spezialisierter Software, um 3D-Objekte zu modellieren, Welten zu bauen und Interaktionen zu programmieren. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)