Als Glas- und Porzellanmaler/in erweckst du zerbrechliche Materialien zum Leben. Du verbindest künstlerische Kreativität mit präzisem Handwerk, um Alltagsgegenstände und Kunstobjekte aus Glas und Porzellan in einzigartige Unikate zu verwandeln.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Die Ausbildungsvergütung ist von Betrieb zu Betrieb und je nach Region unterschiedlich. Durchschnittlich kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 650 - 800 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 700 - 900 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 800 - 1.000 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein. Wichtiger als der Abschluss sind oft eine künstlerische Begabung und eine aussagekräftige Bewerbungsmappe.
Kenntnisse/Stärken
- Kreativität und künstlerisches Talent
- Gutes Gespür für Farben und Formen
- Ruhige Hand und Geduld
- Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
- Handwerkliches Geschick
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten orientieren sich in der Regel an den üblichen Werkstatt- oder Atelierzeiten. Bei besonderen Aufträgen oder vor Ausstellungen kann auch mal Mehrarbeit anfallen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Erlernen verschiedener Mal- und Dekorationstechniken (z.B. Pinselmalerei, Spritztechnik, Ätzen)
- Vorbereiten der Glas- und Porzellanrohlinge
- Entwerfen von Motiven und Mustern, oft auch nach Kundenwünschen
- Mischen von speziellen Keramik- und Glasfarben
- Fachgerechtes Bedienen der Brennöfen
- Durchführen von Qualitätskontrollen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Werkstoffkunde (Eigenschaften von Glas, Porzellan, Keramik)
- Farbenlehre und Gestaltungsgrundlagen
- Entwurfszeichnen und Motivübertragung
- Unterschiedliche Veredelungstechniken
- Bedienung und Wartung von Maschinen und Geräten (z.B. Brennofen)
- Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Meist am 1. August oder 1. September eines Jahres.
Zwischenprüfung: Findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, um den aktuellen Wissensstand zu überprüfen.
Abschlussprüfung/Gesellenprüfung: Am Ende der 3-jährigen Ausbildung legst du die Prüfung vor der zuständigen Kammer (HWK oder IHK) ab.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Glas- und Porzellanmalermeister/in
- Weiterbildung zum/zur Gestalter/in im Handwerk
- Studium in den Bereichen Design, Kunst oder Keramiktechnik
- Spezialisierung auf Restaurierungsarbeiten
- Selbstständigkeit mit eigenem Atelier oder eigener Werkstatt
Good to know
- Dieser Beruf ist ideal für kreative Köpfe, die gerne mit den Händen arbeiten und sichtbare Ergebnisse schaffen.
- Du arbeitest oft in kleinen, spezialisierten Manufakturen oder Ateliers.
- Als Glas- und Porzellanmaler/in trägst du zur Erhaltung eines traditionellen und kunstvollen Handwerks bei.
Berufsalltag
Dein Berufsalltag ist von Kreativität und Präzision geprägt. Du beginnst vielleicht mit dem Entwurf eines neuen Dekors, bereitest dann die Oberfläche eines Tellers oder einer Vase vor, mischst die passenden Farben und trägst das Motiv mit ruhiger Hand auf. Anschließend überwachst du den Brennvorgang im Ofen, der aus deiner Arbeit ein haltbares Kunstwerk macht. Der Austausch mit Kollegen oder Kunden über Entwürfe gehört ebenfalls dazu. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)