Als Holz- und Bautenschützer/in der Fachrichtung Bautenschutz bist du der Experte für die Erhaltung von Gebäuden. Du analysierst Schäden an Mauerwerk, Beton und Fassaden, findest die Ursachen für Feuchtigkeit oder Schimmel und sorgst mit modernen Techniken dafür, dass Bauwerke wieder trocken, stabil und sicher sind.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung (Abitur) oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Dein Gehalt ist in der Regel tariflich geregelt und steigt mit jedem Ausbildungsjahr. Die genaue Höhe kann je nach Bundesland und Betrieb variieren. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 850 - 950 €
- 2. Ausbildungsjahr: 1.050 - 1.250 €
- 3. Ausbildungsjahr: 1.300 - 1.500 €
Empfohlener Schulabschluss
Ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ist eine gute Voraussetzung für diese Ausbildung.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Technisches und chemisches Verständnis
- Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
In der Regel arbeitest du an Werktagen auf Baustellen. Die Arbeitszeiten können je nach Projekt und Witterung variieren.
Aufgaben in der Ausbildung
- Untergründe und Bauteile prüfen und für Sanierungsmaßnahmen vorbereiten
- Schäden an Beton- und Mauerwerksbauten feststellen und beurteilen
- Abdichtungsarbeiten gegen Feuchtigkeit durchführen (z.B. an Kellern und Fundamenten)
- Risse in Beton und Mauerwerk sanieren
- Schimmelpilzbefall erkennen und fachgerecht beseitigen
- Maschinen und Werkzeuge bedienen und instand halten
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Bauwerksdiagnostik: Ursachen von Schäden ermitteln
- Werkstoffkunde: Eigenschaften von Beton, Mörtel, Kunststoffen und Dichtmassen
- Sanierungsverfahren: Injektions-, Beschichtungs- und Abdichtungstechniken
- Gesundheits- und Umweltschutz auf der Baustelle
- Qualitätssichernde Maßnahmen und Dokumentation
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September eines Jahres.
Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, um deinen aktuellen Wissensstand zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung legst du die Gesellenprüfung vor der zuständigen Kammer (HWK) ab.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik (Schwerpunkt Bausanierung)
- Meisterprüfung im Holz- und Bautenschutzgewerbe
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Betonsanierung oder Schimmelpilzsanierung
- Gründung eines eigenen Betriebs
Good to know
- Du leistest einen wichtigen Beitrag zum Werterhalt von Immobilien und zum Schutz der Gesundheit der Bewohner.
- Der Beruf ist krisensicher, da Sanierungs- und Instandhaltungsbedarf immer besteht.
- Du arbeitest mit moderner Technik und speziellen Materialien, um Bauwerke für die Zukunft zu sichern.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und findet meist direkt vor Ort auf Baustellen statt – im Freien oder in Gebäuden. Du untersuchst beschädigte Bauteile, bereitest Flächen vor, mischst spezielle Baustoffe an und bringst diese mit verschiedenen Techniken auf. Dabei arbeitest du oft im Team und dokumentierst deine durchgeführten Arbeiten. Während deiner Ausbildung musst du auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)