Als Holzbearbeitungsmechaniker/in bist du der Experte oder die Expertin für den Rohstoff Holz. Du steuerst und überwachst komplexe Maschinen und Fertigungsanlagen, um aus Rundholz vielfältige Holzprodukte wie Bretter, Leisten oder Furniere herzustellen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten schulischen Leistungen oder einer bereits abgeschlossenen Ausbildung kann eine Verkürzung beantragt werden. Auch bei sehr guten Leistungen während der Ausbildung ist eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung möglich.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Betrieb, Region und Tarifvertrag. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen: Im ersten Jahr etwa 850-1.050 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 900-1.150 Euro und im dritten Jahr 1.000-1.250 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.
Kenntnisse/Stärken
- Technisches Verständnis und Interesse an Maschinen
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
- Körperliche Belastbarkeit
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind meistens regulär, in vielen Betrieben der Holzindustrie wird jedoch im Schichtsystem gearbeitet.
Aufgaben in der Ausbildung
- Bedienung und Überwachung von Säge-, Hobel- und Fräsmaschinen
- Sortierung, Vermessung und Qualitätskontrolle von Rund- und Schnittholz
- Planung und Steuerung von Produktionsabläufen
- Trocknung und Veredelung von Holzerzeugnissen
- Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Holzarten und ihre Eigenschaften unterscheiden und beurteilen
- Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Anlagen der Holzbearbeitung
- Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen
- Steuerungs- und Regelungstechnik
- Grundlagen der Holzveredelung und -trocknung
- Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel zum 1. August oder 1. September eines Jahres.
Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Am Ende der dreijährigen Ausbildung.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Holz
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Holztechnik
- Studium, z. B. im Bereich Holztechnik oder Forstwirtschaft
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Holzschutz oder CNC-Technik
Good to know
- Du arbeitest mit dem nachhaltigen und nachwachsenden Rohstoff Holz.
- Der Beruf verbindet traditionelles Wissen über Holz mit modernster, computergesteuerter Maschinentechnik.
- Als Fachkraft in der Holzindustrie hast du sehr gute Zukunftsaussichten, da Holz als Baustoff immer wichtiger wird.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist meist eine große Produktions- oder Werkhalle, z. B. in einem Sägewerk, einem Hobelwerk oder in der Möbelindustrie. Du bereitest die Maschinen vor, bestückst sie mit Holzstämmen oder -platten und überwachst den gesamten Verarbeitungsprozess am Computer. Dabei kontrollierst du laufend die Qualität der Produkte, führst kleine Wartungsarbeiten durch und sorgst für einen reibungslosen Ablauf. Der Umgang mit lauten Maschinen und das Tragen von Schutzkleidung gehören zum Alltag. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)