Industrieelektriker/innen der Fachrichtung Geräte und Systeme montieren elektrische Bauteile und Anlagen, nehmen diese in Betrieb und halten sie instand.

Ausbildung Industrieelektriker/in - Fachrichtung Geräte und Systeme

Industrieelektriker/innen der Fachrichtung Geräte und Systeme montieren elektrische Bauteile und Anlagen, nehmen diese in Betrieb und halten sie instand.

Als Industrieelektriker/in der Fachrichtung Geräte und Systeme bist du der/die Experte/in für die Herstellung, Wartung und Reparatur von elektrischen Geräten, Bauteilen und Systemen. Du sorgst dafür, dass von der kleinsten Platine bis zur komplexen Industrieanlage alles reibungslos funktioniert.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Bei guten Leistungen oder entsprechender Vorbildung (z. B. berufsvorbereitende Maßnahmen) kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Dein Gehalt ist oft tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.000 – 1.150 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.050 – 1.200 €

Empfohlener Schulabschluss

Ein guter Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) wird empfohlen. Wichtig sind gute Noten in Mathematik und Physik.

Kenntnisse/Stärken

  • Technisches Verständnis und logisches Denken
  • Handwerkliches Geschick
  • Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
  • Interesse an Elektrotechnik und Elektronik
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit richtet sich nach dem jeweiligen Betrieb. In der Industrie ist Schichtarbeit (Früh-, Spät-, Nachtschicht) üblich.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Bearbeiten, Montieren und Verbinden von mechanischen Komponenten und elektrischen Betriebsmitteln
  • Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen
  • Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
  • Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen
  • Durchführen von Qualitätskontrollen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik
  • Lesen und Anfertigen von technischen Unterlagen und Schaltplänen
  • Installationstechnik und Steuerungstechnik
  • Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Messgeräten
  • Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Qualitätssicherung

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Abschlussprüfung: Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung, die in zwei Teilen stattfindet (gestreckte Abschlussprüfung). Teil 1 findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt, Teil 2 am Ende der Ausbildung.

Karrieremöglichkeiten

  • Aufbauausbildung zum/zur Elektroniker/in für Geräte und Systeme (weitere 1,5 Jahre)
  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Elektrotechnik
  • Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Elektrotechnik
  • Spezialisierung in Bereichen wie Prüftechnik, Qualitätssicherung oder Automatisierungstechnik

Good to know

  • Dies ist ein anerkannter zweijähriger Ausbildungsberuf in der Industrie.
  • Die Ausbildung bietet eine hervorragende Grundlage für weiterführende Qualifikationen im Elektronikbereich.
  • Als gefragte Fachkraft hast du sehr gute Zukunftsaussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Berufsalltag

Im Berufsalltag arbeitest du meist in Produktionshallen oder Werkstätten. Du montierst nach technischen Zeichnungen Bauteile, verdrahtest Komponenten, nimmst Geräte in Betrieb und prüfst deren Funktion. Die Fehlersuche und Reparatur defekter Systeme gehört ebenso zu deinen Aufgaben wie die Dokumentation deiner Arbeit. Dabei arbeitest du oft im Team mit anderen Fachkräften zusammen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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