Als IT-System-Elektroniker/in bist du die Schnittstelle zwischen Elektronik und Informatik. Du planst und installierst informations- und telekommunikationstechnische Systeme, nimmst sie in Betrieb, wartest sie und behebst Störungen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur) oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich, sodass du früher zur Abschlussprüfung zugelassen werden kannst.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Die Ausbildungsvergütung ist je nach Branche, Region und Tarifvertrag unterschiedlich. Durchschnittlich kannst du mit folgendem monatlichen Gehalt rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.150 €
- 2. Ausbildungsjahr: 1.050 - 1.200 €
- 3. Ausbildungsjahr: 1.100 - 1.250 €
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder der (Fach-)Hochschulreife ein.
Kenntnisse/Stärken
- Technisches Verständnis und Interesse an IT
- Logisches und analytisches Denkvermögen
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Gute Englischkenntnisse (für Fachliteratur)
- Kommunikations- und Teamfähigkeit
Arbeitszeit
In der Regel hast du eine 40-Stunden-Woche mit festen Arbeitszeiten. Je nach Einsatzgebiet kann es auch zu Einsätzen außerhalb der regulären Zeiten kommen, z.B. bei Störungen oder Wartungsarbeiten am Wochenende (Bereitschaftsdienst).
Aufgaben in der Ausbildung
- Planung und Installation von IT-Systemen und Netzwerken
- Konfiguration von Hard- und Softwarekomponenten
- Montage von Geräten und Verlegen von Kabeln
- Analyse und Behebung von technischen Störungen
- Beratung und Schulung von Kunden und Anwendern
- Erstellung von Systemdokumentationen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik
- Aufbau und Funktionsweise von Hard- und Software
- Netzwerktechnologien (LAN, WLAN, WAN)
- Betriebssysteme und Anwendungsprogramme
- Datensicherheit und Datenschutz
- Kundenorientierte Kommunikation und Service
- Projektplanung und -durchführung
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.
Zwischenprüfung: Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet der erste Teil der gestreckten Abschlussprüfung statt.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung steht der zweite Teil der Abschlussprüfung an, der aus praktischen und schriftlichen Teilen besteht.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Informatik
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Elektrotechnik
- Spezialisierung durch Hersteller-Zertifizierungen (z.B. Cisco, Microsoft)
- Studium, z.B. in den Bereichen Informatik oder Elektrotechnik
- Aufstieg zum/zur Projektleiter/in oder Teamleiter/in
Good to know
- Der Beruf ist sehr vielseitig und kombiniert Büroarbeit mit praktischen Tätigkeiten beim Kunden vor Ort.
- Als IT-System-Elektroniker/in arbeitest du in einer krisensicheren Zukunftsbranche, da die Digitalisierung alle Lebens- und Arbeitsbereiche durchdringt.
- Ständige Weiterbildung ist in diesem Beruf unerlässlich, um mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich: Du richtest vielleicht morgens einen neuen Serverraum ein, installierst am Mittag Software bei einem Kunden und behebst am Nachmittag eine Netzwerkstörung per Fernwartung. Du arbeitest sowohl im Team als auch selbstständig und hast direkten Kontakt zu Kunden, denen du technische Lösungen erklärst. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)