Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/innen der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik reparieren, warten und rüsten Fahrzeugkarosserien und deren Bauteile.

Ausbildung Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in - Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/innen der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik reparieren, warten und rüsten Fahrzeugkarosserien und deren Bauteile.

Als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in mit der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik bist du der Experte oder die Expertin, wenn es um Schäden an Fahrzeugen geht. Du analysierst, reparierst und wartest Karosserien und sorgst dafür, dass Autos nach einem Unfall wieder wie neu aussehen und sicher sind.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region, Betrieb und Tarifvertrag. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 850-1.050 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 900-1.100 Euro, im dritten Jahr 950-1.200 Euro und im vierten Jahr 1.000-1.250 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Zur Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in kann man mit allen Schulabschlüssen zugelassen werden. Häufig wird ein guter Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) erwartet.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

In der Regel reguläre Arbeitszeiten in einer Werkstatt. Je nach Auftragslage können auch Überstunden anfallen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Beurteilen von Fahrzeugschäden und Festlegen der Reparaturwege
  • Instandsetzen von Karosserien, z.B. durch Ausbeulen, Schweißen, Nieten und Kleben
  • Demontieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen
  • Durchführen von Oberflächenbehandlungen als Vorbereitung für die Lackierung
  • Um- und Nachrüsten von Fahrzeugen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  • Prüfen und Warten von sicherheitsrelevanten Fahrzeugsystemen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Werkstoffkunde (Stahl, Aluminium, Kunststoffe)
  • Füge- und Trenntechniken (Schweißen, Löten, Kleben)
  • Diagnose von Schäden an Karosserie, Fahrwerk und Elektronik
  • Umgang mit modernen Werkzeugen, Maschinen und Messgeräten
  • Grundlagen der Lackierung und des Korrosionsschutzes
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Teil 1 der Gesellenprüfung findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Teil 2 der Gesellenprüfung wird am Ende der Ausbildungszeit abgelegt.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Karosserie- und Fahrzeugbaumeister/in
  • Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik
  • Spezialisierung z.B. auf Oldtimer-Restauration, Fahrzeugdiagnose oder Schadensmanagement
  • Studium im Bereich Fahrzeugtechnik oder Maschinenbau

Good to know

  • Du arbeitest mit hochmoderner Technik und Materialien wie hochfesten Stählen, Aluminium und Carbon.
  • Der Beruf ist entscheidend für die Verkehrssicherheit und den Werterhalt von Fahrzeugen.
  • Als Fachkraft bist du sehr gefragt, da die Komplexität moderner Fahrzeuge stetig zunimmt.

Berufsalltag

Im Berufsalltag analysierst du Unfallschäden, demontierst beschädigte Teile, beulst Bleche aus, schweißt neue Teile ein und bereitest die Karosserie für die Lackierung vor. Du arbeitest meist im Team in einer Werkstatt und nutzt dabei spezielle Werkzeuge und Diagnosegeräte. Präzision und ein gutes Auge fürs Detail sind dabei unerlässlich. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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