Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung organisieren den Versand, den Umschlag sowie die Lagerung von Gütern und verkaufen logistische Dienstleistungen.

Ausbildung Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung organisieren den Versand, den Umschlag sowie die Lagerung von Gütern und verkaufen logistische Dienstleistungen.

Als Kaufmann oder Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung bist du der Architekt des weltweiten Warenflusses. Du planst und organisierst den Transport von Gütern aller Art – vom kleinen Paket bis zur riesigen Turbine – und sorgst dafür, dass alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur) oder bei sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich, sodass du früher zur Abschlussprüfung zugelassen werden kannst.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Bundesland, Tarifvertrag und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender monatlicher Vergütung rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 850 - 1.050 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 900 - 1.150 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.250 Euro

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch bevorzugt Auszubildende mit einem guten Realschulabschluss (mittlere Reife) oder der (Fach-)Hochschulreife ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Organisationstalent und Planungsgeschick
  • Kommunikationsfähigkeit (auch in Fremdsprachen, v.a. Englisch)
  • Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick
  • Geografische Kenntnisse
  • Sorgfalt und Genauigkeit (z.B. bei Zolldokumenten)
  • Teamfähigkeit und Belastbarkeit

Arbeitszeit

In der Regel hast du eine 40-Stunden-Woche mit regulären Büroarbeitszeiten. Je nach internationaler Ausrichtung des Unternehmens kann es auch zu Arbeitszeiten kommen, die sich an andere Zeitzonen anpassen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Planung und Organisation von Transporten per LKW, Schiff, Flugzeug oder Bahn
  • Auswahl geeigneter Transportmittel und Fahrstrecken
  • Kalkulation von Preisen und Erstellung von Angeboten
  • Beratung und Betreuung von Kunden
  • Erstellung von Fracht-, Zoll- und Begleitpapieren
  • Abwicklung von Schadensfällen und Reklamationen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Speditionsbetriebslehre und Logistikprozesse
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (Rechnungswesen, Controlling)
  • Verkehrsträger (Straße, Schiene, Wasser, Luft)
  • Vertragsrecht, Haftung und Versicherung
  • Gefahrgutvorschriften und Zollabwicklung
  • Marketing und Vertrieb von Logistikdienstleistungen

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: Üblicherweise zum 1. August oder 1. September eines Jahres.

Zwischenprüfung: Findet in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt und dient der Ermittlung deines Kenntnisstandes.

Abschlussprüfung: Besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil und findet am Ende der Ausbildung vor der IHK statt.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik
  • Weiterbildung zum/zur Betriebswirt/in (VWA/IHK) für Verkehr/Logistik
  • Studium im Bereich Logistikmanagement, Supply Chain Management oder BWL
  • Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Seefracht, Luftfracht oder Zollabwicklung

Good to know

  • Ohne Logistik steht die Welt still – du arbeitest in einer absoluten Schlüsselbranche der globalen Wirtschaft.
  • Der Beruf ist sehr international, du kommunizierst mit Menschen auf der ganzen Welt.
  • Die Branche ist durch die Digitalisierung stark im Wandel, was spannende neue Aufgabenfelder eröffnet.

Berufsalltag

Dein Arbeitsplatz ist das Büro. Du verbringst viel Zeit am Telefon und am Computer, um Transportketten zu überwachen, mit Kunden, Fahrern und Partnern zu kommunizieren und Dokumente zu bearbeiten. Kein Tag ist wie der andere, denn du musst oft schnell auf unvorhergesehene Ereignisse wie Staus, Unfälle oder Zollprobleme reagieren und flexible Lösungen finden. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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