Kaufleute für Tourismus und Freizeit entwickeln, vermitteln und verkaufen touristische Dienstleistungen und Produkte und beraten Kunden über Freizeitangebote.

Ausbildung Kaufmann/frau für Tourismus und Freizeit

Kaufleute für Tourismus und Freizeit entwickeln, vermitteln und verkaufen touristische Dienstleistungen und Produkte und beraten Kunden über Freizeitangebote.

Als Kaufmann oder Kauffrau für Tourismus und Freizeit bist du der Experte, wenn es um die perfekte Urlaubs- und Freizeitgestaltung geht. Du konzipierst, organisierst und vermarktest touristische Angebote und sorgst dafür, dass Kunden unvergessliche Erlebnisse haben.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung (z.B. Abitur), vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region, Tarifvertrag und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 850-1.050 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 950-1.150 Euro und im dritten Jahr 1.050-1.250 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder der (Fach-)Hochschulreife ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Kommunikationsfähigkeit und Ausdrucksvermögen
  • Kunden- und Serviceorientierung
  • Organisationstalent
  • Kaufmännisches Denken
  • Gute Geografiekenntnisse
  • Fremdsprachenkenntnisse (insbesondere Englisch)

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten können unregelmäßig sein und auch Wochenend- und Feiertagsarbeit umfassen, da du dann arbeitest, wenn andere ihre Freizeit genießen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Beratung von Kunden über Reiseziele und Freizeitangebote
  • Erstellung und Kalkulation von touristischen Angeboten
  • Buchung von Reisen, Unterkünften und Veranstaltungen
  • Mitwirkung bei der Entwicklung von Marketingmaßnahmen
  • Organisation von Events und lokalen Tourismusprogrammen
  • Verwaltungs- und Büroorganisation
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Destinationskunde und Tourismusgeografie
  • Marketing und Vertrieb im Tourismus
  • Veranstaltungsmanagement
  • Rechtliche Grundlagen (z.B. Reisevertragsrecht)
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Kommunikation und Kundenberatung

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet in der Regel zur Hälfte der Ausbildungszeit statt.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit vor der IHK.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Tourismusfachwirt/in
  • Studium im Bereich Tourismus- oder Eventmanagement
  • Spezialisierung z.B. auf Geschäftsreisen, nachhaltigen Tourismus oder Marketing
  • Selbstständigkeit mit einem eigenen Reisebüro oder einer Eventagentur

Good to know

  • Der Beruf verbindet kaufmännische Tätigkeiten im Büro mit direktem Kundenkontakt.
  • Du arbeitest in einer sehr abwechslungsreichen Branche, von lokalen Tourismusverbänden über Hotels bis hin zu großen Reiseveranstaltern.
  • Digitale Kompetenzen, wie der Umgang mit Buchungssystemen und Social Media, sind in diesem Beruf unerlässlich.

Berufsalltag

Dein Berufsalltag ist vielfältig: Du berätst Kunden am Telefon, per E-Mail oder persönlich, recherchierst die besten Angebote, erstellst Reisepläne und kümmerst dich um Buchungen. Außerdem planst du Marketingaktionen und organisierst Veranstaltungen. Teamarbeit und der Umgang mit Zahlen gehören ebenso dazu. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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