Lacklaboranten und Lacklaborantinnen entwickeln und prüfen Beschichtungsstoffe wie Lacke und Farben, um Oberflächen zu schützen und zu gestalten.

Ausbildung Lacklaborant/Lacklaborantin

Lacklaboranten und Lacklaborantinnen entwickeln und prüfen Beschichtungsstoffe wie Lacke und Farben, um Oberflächen zu schützen und zu gestalten.

Als Lacklaborant oder Lacklaborantin bist du der kreative Kopf und der präzise Prüfer hinter Farben und Lacken. Du entwickelst neue Rezepturen, testest ihre Eigenschaften und sorgst dafür, dass Oberflächen perfekt geschützt und veredelt werden.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender Vorbildung (z. B. Abitur) oder sehr guten Leistungen möglich.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt richtet sich oft nach dem Tarifvertrag der chemischen Industrie und variiert je nach Bundesland. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 1.050-1.150 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.100-1.250 Euro und im dritten Jahr 1.200-1.300 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss (Realschulabschluss) oder Abitur ein. Gute Noten in Chemie, Physik und Mathe sind von Vorteil.

Kenntnisse/Stärken

  • Interesse an Chemie und Naturwissenschaften
  • Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
  • Geduld und Konzentrationsfähigkeit
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Analytisches Denkvermögen
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

In der Regel feste Arbeitszeiten im Laborbetrieb, meist eine 37,5- oder 40-Stunden-Woche.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Entwicklung und Optimierung von Lack- und Farbrezepturen
  • Herstellung von Versuchsmustern und Proben
  • Prüfung von Lackeigenschaften (z.B. Farbton, Glanz, Härte, Haftung)
  • Bedienung und Pflege von Laborgeräten
  • Dokumentation und Auswertung von Messergebnissen
  • Anwendung von Arbeitssicherheits- und Umweltschutzvorschriften
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Chemie der Bindemittel, Pigmente und Lösungsmittel
  • Physikalische Prüfverfahren und Messtechnik
  • Anwendungstechnik und Beschichtungsverfahren
  • Qualitätssicherung und -management
  • Formulierung und Herstellung von Beschichtungsstoffen
  • Umweltschutz und Gefahrstoffkunde

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: Meist im August oder September.

Zwischenprüfung: Zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Chemietechniker/in (Fachrichtung Farb- und Lacktechnik)
  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in (Fachrichtung Lack)
  • Studium im Bereich Chemieingenieurwesen oder Lackingenieurwesen
  • Spezialisierung auf Forschung, Anwendungstechnik oder Qualitätssicherung

Good to know

  • Lacklaboranten arbeiten an der Schnittstelle von Chemie, Physik und Design.
  • Die entwickelten Produkte finden sich überall wieder: auf Autos, Möbeln, Handys und Gebäuden.
  • Die Branche ist sehr innovativ, z.B. bei der Entwicklung von umweltfreundlichen Wasserlacken oder funktionalen Beschichtungen (z.B. selbstreinigend).

Berufsalltag

Dein Arbeitsalltag findet hauptsächlich im Labor statt. Du wiegst Rohstoffe exakt ab, mischst sie nach Rezeptur, trägst die entstandenen Lacke auf Prüfbleche auf und testest sie mit speziellen Geräten. Du dokumentierst jeden Schritt sorgfältig am Computer und arbeitest eng mit Kollegen aus der Produktion und dem Vertrieb zusammen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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