Leichtflugzeugbauer/innen sind die Experten für die Herstellung, Wartung und Reparatur von Segelflugzeugen, Motorseglern und Ultraleichtflugzeugen. Sie verbinden traditionelles Handwerk mit modernsten Technologien und Materialien, um Fluggeräte zu erschaffen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 950-1.100 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.000-1.150 Euro und im dritten Jahr 1.050-1.250 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Für die Ausbildung wird häufig ein Realschulabschluss (mittlere Reife) oder ein höherer Abschluss erwartet. Grundsätzlich ist aber der Zugang mit jedem Schulabschluss möglich.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
- Sorgfalt und Präzision
- Technisches Verständnis
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
In der Regel reguläre Arbeitszeiten in Werkstätten oder Flugzeughangars.
Aufgaben in der Ausbildung
- Herstellen von Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen (z.B. GFK, CFK)
- Bearbeiten von Holz- und Metallteilen nach technischen Zeichnungen
- Montage von Flugzeugrümpfen, Tragflächen und Leitwerken
- Einbau von Steuerungsanlagen, Fahrwerken und Instrumenten
- Durchführung von Reparatur-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten
- Prüfen der Qualität und Funktionsfähigkeit von Bauteilen und Systemen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Lesen und Anwenden von technischen Zeichnungen und Bauplänen
- Werkstoffkunde (Faserverbundwerkstoffe, Holz, Metalle, Kunststoffe)
- Grundlagen der Aerodynamik
- Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren
- Montage- und Fügetechniken
- Qualitätssicherung und Prüfverfahren
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Meist nach der Hälfte der Ausbildungszeit.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit, bestehend aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Flugzeugbau
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Luftfahrttechnik
- Spezialisierung auf bestimmte Flugzeugtypen, Materialien oder Verfahren
- Studium, z.B. im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik
Good to know
- Der Beruf verbindet Hightech mit traditionellem Handwerk.
- Leichtflugzeugbauer/innen tragen eine sehr hohe Verantwortung, da die Sicherheit der Flugzeuge von ihrer Arbeit abhängt.
- Es ist ein Nischenberuf mit sehr guten Zukunftsaussichten für passionierte Fachkräfte.
- Du arbeitest an Fluggeräten, die für Sport und Freizeit genutzt werden.
Berufsalltag
Im Berufsalltag arbeitest du hochkonzentriert nach exakten Plänen und Vorgaben. Du fertigst Bauteile, laminierst Faserverbundstoffe, montierst komplexe Baugruppen und stellst sicher, dass jedes Detail den strengen Luftfahrtnormen entspricht. Die Arbeit findet meist im Team in einer Werkhalle oder einem Hangar statt und erfordert ein Höchstmaß an Präzision. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)