Leitungsbauer/innen für Infrastrukturtechnik verlegen und montieren Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser, Gas, Strom oder Telekommunikation.

Ausbildung Leitungsbauer/in für Infrastrukturtechnik

Leitungsbauer/innen für Infrastrukturtechnik verlegen und montieren Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser, Gas, Strom oder Telekommunikation.

Leitungsbauer/innen für Infrastrukturtechnik sind die Spezialisten für die unterirdische Lebensader unserer Gesellschaft. Sie bauen, warten und reparieren Rohrleitungs- und Kabelnetze für Wasser, Gas, Strom und Daten.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt ist im Baugewerbe oft tariflich geregelt und variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 900-1.000 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.100-1.250 Euro und im dritten Jahr 1.350-1.500 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) wird für die Ausbildung zum/zur Leitungsbauer/in empfohlen.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick
  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Sorgfältiges Arbeiten
  • Bereitschaft, bei jedem Wetter im Freien zu arbeiten

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten orientieren sich an den üblichen Zeiten im Baugewerbe, oft mit frühem Beginn. Bei Störungen oder Notfällen können auch Einsätze außerhalb der regulären Zeiten anfallen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Einrichten und Sichern von Baustellen
  • Ausheben von Baugräben mit Baggern und anderen Geräten
  • Verlegen von Rohren und Kabeln für Gas, Wasser, Strom oder Telekommunikation
  • Herstellen von Rohr- und Kabelverbindungen
  • Montage von Schächten, Armaturen und Formstücken
  • Durchführen von Dichtheitsprüfungen
  • Wiederherstellen von Straßen- und Geländeoberflächen (z.B. Pflasterarbeiten)
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Lesen und Anwenden von Bau- und Verlegeplänen
  • Umgang mit Baumaschinen, Werkzeugen und Messgeräten
  • Grundlagen der Vermessungstechnik
  • Materialkunde (z.B. verschiedene Rohr- und Kabeltypen)
  • Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz auf der Baustelle

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit.

Karrieremöglichkeiten

  • Spezialisierung z.B. auf Gas-, Wasser- oder Fernwärmenetze
  • Weiterbildung zum/zur Vorarbeiter/in oder Polier/in
  • Fortbildung zum/zur Meister/in im Rohr-, Kanal- und Industrieservice
  • Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik
  • Studium, z.B. im Bereich Bauingenieurwesen

Good to know

  • Leitungsbauer/innen arbeiten im Verborgenen, aber ihre Arbeit ist für das Funktionieren der gesamten Gesellschaft unverzichtbar.
  • Der Beruf ist krisensicher, da Infrastruktur immer gewartet und ausgebaut werden muss (z.B. Glasfasernetze).
  • Du bist viel an der frischen Luft und siehst am Ende des Tages, was du mit deinem Team geschafft hast.

Berufsalltag

Der Arbeitsalltag eines Leitungsbauers findet fast ausschließlich im Freien auf Baustellen statt. Im Team, der sogenannten Kolonne, hebst du Gräben aus, verlegst Leitungen und stellst die Versorgung sicher. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll und erfordert den Umgang mit modernen Baumaschinen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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