Als Metallbauer/in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau bist du der Experte, wenn es um die Herstellung, Montage und Instandhaltung von Fahrzeugrahmen, Aufbauten und Karosserien für LKW, Anhänger oder Spezialfahrzeuge geht. Du kombinierst handwerkliches Geschick mit technischem Verständnis und arbeitest mit verschiedenen Metallen und modernen Fertigungstechniken, um individuelle Fahrzeuglösungen zu schaffen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung, vorangegangenen Ausbildungszeiten oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich, was eine frühzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung erlaubt.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Betrieb und Bundesland. Durchschnittlich kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 750 - 1.050 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 800 - 1.100 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 850 - 1.200 Euro
- 4. Ausbildungsjahr: 900 - 1.250 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch bevorzugt Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder der mittleren Reife ein. Gute Noten in Mathematik und Physik sind von Vorteil.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
- Teamfähigkeit
- Interesse an Fahrzeugen und Technik
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit orientiert sich an den branchenüblichen Regelungen, meist eine 40-Stunden-Woche. Du arbeitest hauptsächlich in Werkstätten und Produktionshallen, gelegentlich auch im Freien.
Aufgaben in der Ausbildung
- Anfertigen und Lesen von technischen Zeichnungen und Konstruktionsplänen
- Bearbeiten von Metallen durch Sägen, Biegen, Schweißen und Schrauben
- Herstellen von Fahrzeugrahmen, Fahrgestellen und Karosserieteilen
- Montage von Aufbauten wie Ladeflächen, Kippvorrichtungen oder Kränen
- Einbau von hydraulischen, pneumatischen und elektrischen Systemen
- Wartungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an Nutzfahrzeugen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Werkstoffkunde (Stahl, Aluminium, Kunststoffe)
- Manuelle und maschinelle Fertigungstechniken
- Verschiedene Fügetechniken wie Schweißen, Nieten und Kleben
- Grundlagen der Fahrzeugtechnik, Hydraulik und Pneumatik
- Oberflächenbehandlung und Korrosionsschutz
- Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September eines Jahres.
Zwischenprüfung: Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet der erste Teil der Gesellenprüfung statt, um den Kenntnisstand zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Die Ausbildung endet mit dem zweiten Teil der Gesellenprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer (HWK).
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Metallbaumeister/in
- Fortbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Metallbautechnik oder Fahrzeugtechnik
- Studium in den Bereichen Maschinenbau oder Fahrzeugtechnik (mit entsprechender Qualifikation)
- Spezialisierung auf bestimmte Fahrzeugtypen (z.B. Landmaschinen, Feuerwehrfahrzeuge)
Good to know
- Du arbeitest an beeindruckenden und oft riesigen Fahrzeugen, die du im Straßenverkehr wiedererkennst.
- Der Beruf verbindet traditionelles Handwerk mit modernster Technologie wie CNC-Maschinen und computergestützter Konstruktion (CAD).
- Als Fachkraft im Nutzfahrzeugbau bist du sehr gefragt, da Transport und Logistik wichtige Wirtschaftszweige sind.
Berufsalltag
Im Berufsalltag als Metallbauer/in für Nutzfahrzeugbau arbeitest du nach technischen Plänen, um aus Metallprofilen und Blechen passgenaue Bauteile für Fahrzeuge zu fertigen. Du schweißt, schraubst und montierst diese zu komplexen Baugruppen und ganzen Karosserien. Die Arbeit ist abwechslungsreich und findet meist im Team in der Werkstatt statt. Die Wartung und Reparatur bestehender Fahrzeuge gehört ebenfalls zu deinen Aufgaben. Während deiner Ausbildung musst du dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)