Orthopädieschuhmacher/innen fertigen individuell angepasste Schuhe, Einlagen und Orthesen, um Fußfehlstellungen zu korrigieren und die Mobilität von Patienten zu verbessern.

Ausbildung Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin

Orthopädieschuhmacher/innen fertigen individuell angepasste Schuhe, Einlagen und Orthesen, um Fußfehlstellungen zu korrigieren und die Mobilität von Patienten zu verbessern.

Als Orthopädieschuhmacher/in verbindest du traditionelles Handwerk mit modernster Medizintechnik. Du bist der Experte für die Gesundheit der Füße und hilfst Menschen durch individuell angefertigte Schuhe, Einlagen und Orthesen, wieder schmerzfrei und mobil zu sein.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 650-850 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 750-950 Euro, im dritten Jahr 850-1.050 Euro und im vierten Jahr 900-1.150 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen jedoch bevorzugt Auszubildende mit einem mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit Patienten
  • Technisches Verständnis
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse an medizinischen und anatomischen Zusammenhängen

Arbeitszeit

In der Regel reguläre Arbeitszeiten in der Werkstatt oder im Sanitätshaus. Je nach Betrieb können die Arbeitszeiten flexibel sein.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Patienten beraten, Fußprobleme analysieren und Maße nehmen
  • Gipsabdrücke oder digitale Scans von Füßen anfertigen
  • Individuelle Leisten und Modelle herstellen
  • Orthopädische Maßschuhe, Einlagen und Fußstützen entwerfen und anfertigen
  • Serienschuhe orthopädisch zurichten und anpassen
  • Reparaturen an orthopädischen Hilfsmitteln durchführen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Bewegungsapparates, insbesondere des Fußes
  • Werkstoffkunde (Leder, Kunststoffe, Metalle, Textilien)
  • Bedienung von spezialisierten Maschinen und Werkzeugen
  • Fertigungs- und Anpassungstechniken für orthopädische Hilfsmittel
  • Kundenberatung, Anamnese und Maßnahmetechniken
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet als Teil 1 der Gesellenprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Die Gesellenprüfung (Teil 2) findet am Ende der Ausbildungszeit statt.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Orthopädieschuhmachermeister/in
  • Techniker/in der Fachrichtung Schuhtechnik
  • Studium, z.B. im Bereich Orthopädie- und Rehatechnik
  • Spezialisierung auf Bereiche wie Sportorthopädie, Kinderorthopädie oder die Versorgung von Diabetikern
  • Selbstständigkeit mit einem eigenen Fachgeschäft

Good to know

  • Dieser Beruf verbindet medizinisches Wissen mit präzisem Handwerk und hilft Menschen direkt, ihre Lebensqualität zu verbessern.
  • Du arbeitest mit modernen Technologien wie 3D-Scannern und CAD-Software, aber auch mit traditionellen Werkzeugen.
  • Aufgrund des demografischen Wandels und des steigenden Gesundheitsbewusstseins ist dies ein Beruf mit hervorragenden Zukunftsaussichten.

Berufsalltag

Im Berufsalltag als Orthopädieschuhmacher/in wechselst du zwischen direktem Patientenkontakt und konzentrierter Arbeit in der Werkstatt. Du berätst Kunden, nimmst Maß, entwirfst und fertigst passgenaue Hilfsmittel. Kein Fall ist wie der andere, was den Beruf sehr abwechslungsreich macht. Der Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken gehört ebenso zum Alltag wie die Dokumentation deiner Arbeit. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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