Pferdewirte und Pferdewirtinnen der Fachrichtung Pferderennen sind die Experten, wenn es um die Fitness und Leistungsfähigkeit von Galopp- oder Trabrennpferden geht. Sie sind für das tägliche Training, die Pflege und die Vorbereitung der Tiere auf Wettkämpfe verantwortlich und arbeiten eng mit Jockeys, Trainern und Besitzern zusammen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Die Ausbildungsvergütung ist tariflich geregelt, kann aber je nach Bundesland und Betrieb variieren. Im Durchschnitt kannst du mit folgendem monatlichen Gehalt rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: ca. 650 - 800 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: ca. 700 - 900 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: ca. 800 - 1.000 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Auszubildenden haben jedoch einen Hauptschul- oder Realschulabschluss.
Kenntnisse/Stärken
- Große Leidenschaft und Liebe für Pferde
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Geduld und Einfühlungsvermögen im Umgang mit Tieren
- Teamfähigkeit
- Bereitschaft zu frühen Arbeitszeiten und Wochenendarbeit
Arbeitszeit
Die Arbeit beginnt oft sehr früh am Morgen. Auch Arbeit an Wochenenden und Feiertagen ist üblich, da die Pferde täglich versorgt und trainiert werden müssen und Rennen oft am Wochenende stattfinden.
Aufgaben in der Ausbildung
- Tägliches Training von Rennpferden (Bewegungstraining, Führtätigkeiten)
- Umfassende Pflege der Pferde (Füttern, Tränken, Striegeln, Hufpflege)
- Kontrolle des Gesundheitszustands der Pferde
- Pflege und Instandhaltung von Stall, Ausrüstung und Anlagen
- Vorbereitung und Begleitung der Pferde zu Rennen
- Assistenz bei tierärztlichen Behandlungen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Pferdehaltung, -fütterung und -gesundheit
- Grundlagen der Anatomie und Physiologie des Pferdes
- Trainingsmethoden für Rennpferde
- Rennordnungen und Tierschutzgesetze
- Umgang mit spezifischer Ausrüstung für den Rennsport
- Arbeitssicherheit im Umgang mit Pferden
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.
Zwischenprüfung: Findet in der Regel zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Am Ende der dreijährigen Ausbildung, bestehend aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Pferdewirtschaftsmeister/in
- Spezialisierung als Futtermeister/in oder Trainingsreiter/in
- Übernahme von Leitungsfunktionen im Rennstall (Stallmeister/in)
- Selbstständigkeit als Trainer/in
- Studium im Bereich Agrar- oder Pferdewissenschaften
Good to know
- Dieser Beruf ist mehr als nur ein Job – er ist eine Leidenschaft und erfordert vollen Einsatz.
- Du arbeitest bei Wind und Wetter im Freien und im Stall.
- Die enge Bindung zu den anvertrauten Pferden ist ein einzigartiger Aspekt des Berufs.
- Es gibt gute Chancen, international zu arbeiten, da der Pferderennsport weltweit verbreitet ist.
Berufsalltag
Der Tag eines Pferdewirts beginnt früh morgens mit dem Füttern und Misten der Ställe. Danach folgt das Training der Pferde, das je nach Trainingsplan variiert. Du bewegst die Pferde, longierst sie oder bereitest sie für den Jockey vor. Nach dem Training steht die Pflege der Tiere im Vordergrund. Du kontrollierst ihren Gesundheitszustand, versorgst kleine Wunden und sorgst für ihr Wohlbefinden. An Renntagen bist du für den Transport, die Vorbereitung und die Betreuung des Pferdes vor Ort verantwortlich. Teamarbeit und eine genaue Beobachtungsgabe sind im Alltag unerlässlich. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)