Als Physiklaborant oder Physiklaborantin bist du der Schlüssel zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Du planst, baust und betreust physikalische Versuchsanordnungen, führst Messungen durch und analysierst die gewonnenen Daten mit großer Sorgfalt.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung (z.B. Abitur), vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Branche (z.B. Industrie, öffentlicher Dienst) und Region. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 1.050-1.150 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.100-1.200 Euro, im dritten Jahr 1.150-1.300 Euro und im vierten Jahr 1.200-1.400 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife ein.
Kenntnisse/Stärken
- Großes Interesse an Physik, Mathematik und Technik
- Logisches und abstraktes Denkvermögen
- Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
- Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
- Geduld und Ausdauer bei komplexen Versuchsreihen
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
In der Regel reguläre Arbeitszeiten im Labor. Je nach Versuchsaufbau können auch Schichtarbeit oder flexible Arbeitszeiten erforderlich sein.
Aufgaben in der Ausbildung
- Planung und Aufbau von physikalischen Versuchs- und Messanordnungen
- Durchführung von Messungen in Bereichen wie Mechanik, Optik, Thermodynamik oder Elektrizitätslehre
- Bedienung und Wartung komplexer Laborgeräte (z.B. Mikroskope, Laser, Vakuumpumpen)
- Protokollierung, Auswertung und Dokumentation von Messergebnissen am Computer
- Anwendung von Normen und Vorschriften zur Qualitätssicherung
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Physikalische Grundlagen und Messtechnik
- Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung
- Elektrotechnik und Elektronik
- Vakuum- und Tieftemperaturtechnik
- Optik und Lasertechnik
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz im Labor
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung: Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung findet am Ende der Ausbildungszeit statt.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in (z.B. Fachrichtung Physiktechnik oder Werkstofftechnik)
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in (Fachrichtung Chemie)
- Studium, z.B. in Physik, Physikalische Technik oder Materialwissenschaften
- Spezialisierung auf bestimmte Analyse- oder Messverfahren
Good to know
- Physiklaboranten sind gefragte Fachkräfte in Hightech-Branchen wie der Halbleiterindustrie, der optischen Industrie, der Medizintechnik oder der Luft- und Raumfahrt.
- Du arbeitest oft an der vordersten Front der Forschung und Entwicklung neuer Technologien.
- Der Beruf verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung im Labor.
Berufsalltag
Im Berufsalltag als Physiklaborant/in bist du in Laboren oder Technika tätig. Du bereitest Versuche vor, indem du Apparaturen aufbaust und justierst, führst Messreihen durch und überwachst diese. Anschließend wertest du die gesammelten Daten am Computer aus, erstellst Diagramme und schreibst Berichte. Die enge Zusammenarbeit mit Physikern und Ingenieuren ist dabei ein wichtiger Teil deiner Arbeit. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)