Revierjäger/innen bewirtschaften ein Jagdrevier, sichern und pflegen den Lebensraum für Wildtiere und üben die Jagd nachhaltig aus.

Ausbildung Revierjäger/Revierjägerin

Revierjäger/innen bewirtschaften ein Jagdrevier, sichern und pflegen den Lebensraum für Wildtiere und üben die Jagd nachhaltig aus.

Als Revierjäger/in bist du verantwortlich für die Hege und Pflege von Wild und dessen Lebensraum. Du bewirtschaftest ein Jagdrevier, führst den Jagdbetrieb und leistest einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Eine Verkürzung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, zum Beispiel bei besonders guten Leistungen oder entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur).

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt richtet sich oft nach den Tarifen des öffentlichen Dienstes (Forst). Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen: Im ersten Jahr etwa 1.000-1.200 Euro, im zweiten Jahr 1.050-1.250 Euro und im dritten Jahr 1.100-1.300 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

In der Regel wird ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) erwartet. Oft sind der Besitz eines gültigen Jagdscheins und eines Führerscheins der Klasse B bereits Einstellungsvoraussetzung.

Kenntnisse/Stärken

  • Große Naturverbundenheit und Interesse an ökologischen Zusammenhängen
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Gute Beobachtungsgabe und Geduld
  • Handwerkliches Geschick
  • Selbstständigkeit und Entscheidungsfreude

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig und richten sich stark nach den Jahreszeiten und dem Verhalten der Wildtiere. Einsätze am frühen Morgen, in der Nacht sowie an Wochenenden und Feiertagen sind die Regel.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Pflege und Gestaltung von Lebensräumen (Biotophege)
  • Management von Wildbeständen (Hege)
  • Planung und Durchführung der Jagd unter Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben
  • Verhütung und Bekämpfung von Wildschäden und Wildseuchen
  • Instandhaltung von Jagdeinrichtungen wie Hochsitzen oder Fütterungen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Umweltpädagogik
  • Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Wildbiologie und Wildtierkunde
  • Jagd- und Waffenrecht sowie Tierschutzrecht
  • Grundlagen des Wald- und Ackerbaus
  • Sicherer Umgang mit Waffen, Munition und anderen Jagdgeräten
  • Wildbrethygiene und -verwertung
  • Führung und Einsatz von Jagdhunden
  • Naturschutz und Landschaftspflege

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Besteht aus einem praktischen, schriftlichen und mündlichen Teil am Ende der Ausbildung.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Revierjagdmeister/in
  • Spezialisierung z.B. in der Falknerei, als Hundeführer/in oder in der Wildnispädagogik
  • Anstellung bei Forstämtern, in privaten Großrevieren oder bei Naturschutzverbänden
  • Studium im Bereich Forstwirtschaft, Wildbiologie oder Landschaftsökologie

Good to know

  • Der Beruf des Revierjägers ist einer der ältesten „grünen Berufe“ und verbindet Tradition mit modernem Wildtiermanagement.
  • Revierjäger leisten einen aktiven Beitrag zum Arten- und Naturschutz sowie zur Erhaltung eines gesunden und artenreichen Wildbestandes.
  • Die Arbeit findet fast ausschließlich im Freien und bei jeder Witterung statt.

Berufsalltag

Der Alltag eines Revierjägers ist extrem abwechslungsreich und stark von der Jahreszeit geprägt. Er umfasst Kontrollgänge durch das Revier, die Pflege von Hochsitzen und Fütterungen, die Beobachtung des Wildes, die Planung und Durchführung von Jagden sowie administrative Aufgaben. Der enge Kontakt zur Natur und die Arbeit mit Tieren stehen im Mittelpunkt. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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