Sattler/innen der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei stellen Innenausstattungen, Polsterungen und Verdecke für Fahrzeuge aller Art her und reparieren diese.

Ausbildung Sattler/in - Fachrichtung Fahrzeugsattlerei

Sattler/innen der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei stellen Innenausstattungen, Polsterungen und Verdecke für Fahrzeuge aller Art her und reparieren diese.

Als Sattler/in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei verleihst du dem Innenraum von Autos, Booten oder sogar Flugzeugen ein einzigartiges Design. Du arbeitest mit verschiedensten Materialien wie Leder, Stoff und Kunststoffen und kombinierst traditionelles Handwerk mit moderner Technik, um passgenaue Sitze, Verkleidungen und Verdecke herzustellen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung (Abitur) oder besonders guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Die Ausbildungsvergütung ist tariflich geregelt, kann aber je nach Bundesland und Betrieb variieren. Im Durchschnitt kannst du mit folgendem monatlichen Gehalt rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 700 - 900 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 800 - 1.000 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 900 - 1.150 €

Empfohlener Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber/innen mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
  • Kreativität und Sinn für Ästhetik
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit findet in der Regel von Montag bis Freitag in der Werkstatt statt. Je nach Auftragslage können auch mal Überstunden anfallen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Be- und Verarbeiten von Leder, Stoffen und Kunststoffen
  • Herstellen von Polsterungen für Fahrzeugsitze und Innenverkleidungen
  • Anfertigen und Montieren von Verdecken für Cabrios und Planen für Nutzfahrzeuge
  • Reparieren und Restaurieren von Fahrzeuginnenausstattungen, z.B. bei Oldtimern
  • Erstellen von Schablonen und Zuschnitten
  • Beraten von Kunden bei der Material- und Designauswahl
  • Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsinhalte

  • Materialkunde (Eigenschaften und Verarbeitung von Werkstoffen)
  • Umgang mit speziellen Werkzeugen und Maschinen (z.B. Industrienähmaschinen)
  • Polster- und Nähtechniken
  • Montage und Demontage von Fahrzeugteilen
  • Planung und Vorbereitung von Arbeitsabläufen
  • Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Die Ausbildung erfolgt dual, das heißt, du lernst die Praxis im Ausbildungsbetrieb und die Theorie in der Berufsschule. Der Berufsschulunterricht findet entweder an bestimmten Wochentagen oder im Blockunterricht statt.

Zwischenprüfung: Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt, um deinen Kenntnisstand zu überprüfen.

Abschluss-/Gesellenprüfung: Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung ab, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil besteht.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Sattler- und Feintäschnermeister/in
  • Spezialisierung auf Bereiche wie Oldtimer-Restauration, Bootsausstattung oder Flugzeuginnenausbau
  • Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Ledertechnik
  • Gründung eines eigenen Sattlereibetriebs

Good to know

  • Der Beruf verbindet traditionelles Handwerk mit modernster Fahrzeugtechnik.
  • Als Fahrzeugsattler/in arbeitest du oft an einzigartigen und individuellen Projekten, von Luxusautos bis zu wertvollen Oldtimern.
  • Du schaffst mit deinen Händen hochwertige und langlebige Produkte, auf die du stolz sein kannst.

Berufsalltag

Im Berufsalltag als Fahrzeugsattler/in ist kein Tag wie der andere. Du beginnst vielleicht mit der Demontage alter Sitzbezüge, erstellst dann eine neue Schablone, schneidest edles Leder zu und nähst es an der Maschine passgenau zusammen, bevor du den Sitz neu aufpolsterst und beziehst. Du arbeitest präzise, oft im Team und hast direkten Kontakt mit Kunden, um deren Wünsche zu realisieren. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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