Segelmacher/innen entwerfen, fertigen und reparieren Segel sowie Planen, Persenninge und andere technische Textilien für Boote, Yachten und industrielle Zwecke.

Ausbildung Segelmacher/Segelmacherin

Segelmacher/innen entwerfen, fertigen und reparieren Segel sowie Planen, Persenninge und andere technische Textilien für Boote, Yachten und industrielle Zwecke.

Als Segelmacher/in kombinierst du traditionelles Handwerk mit modernen Materialien und Techniken. Du entwirfst, fertigst und reparierst nicht nur Segel für Sport- und Freizeitboote, sondern auch eine Vielzahl technischer Textilien wie Sonnensegel, Planen, Zelte oder Persenninge.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 700-900 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 800-1.000 Euro und im dritten Jahr 900-1.150 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Grundsätzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Betriebe stellen aber überwiegend Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Technisches Verständnis
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Kreativität und Sinn für Ästhetik
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

In der Regel reguläre Arbeitszeiten in der Werkstatt. Je nach Auftrag kann auch Arbeit am Wochenende oder direkt an den Booten im Hafen anfallen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Entwerfen von Segeln und technischen Textilien, oft mit CAD-Software
  • Zuschneiden von Stoffbahnen und anderen Materialien
  • Nähen mit speziellen, robusten Nähmaschinen
  • Anbringen von Beschlägen, Ösen, Seilen und Verstärkungen
  • Durchführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten
  • Kundenberatung und Aufmaß nehmen am Boot
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Materialkunde (Segeltuche, Hightech-Gewebe, Garne, Beschläge)
  • Umgang mit Werkzeugen und Spezialmaschinen
  • Konstruktion, Zuschnitt- und Nähtechniken
  • Aerodynamik und Kräfteverteilung im Segel
  • Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet zur Mitte der Ausbildung statt (Gesellenprüfung Teil 1).

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit (Gesellenprüfung Teil 2).

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Segelmachermeister/in
  • Spezialisierung auf Regattasegel, traditionelle Segel oder technische Konfektion
  • Selbstständigkeit mit einer eigenen Segelmacherei
  • Tätigkeit im Bereich Textiltechnik oder Design

Good to know

  • Der Beruf verbindet ein jahrhundertealtes Handwerk mit modernster Technologie und Materialien.
  • Segelmacher/innen arbeiten oft in Wassernähe in einer maritimen Umgebung.
  • Es ist ein Nischenberuf, in dem gut ausgebildete Fachkräfte sehr gefragt sind.

Berufsalltag

Im Berufsalltag eines Segelmachers bzw. einer Segelmacherin wechseln sich Designarbeit am Computer, der Zuschnitt von großen Stoffbahnen auf dem Werkstattboden und die präzise Arbeit an der Nähmaschine ab. Du arbeitest oft im Team, um große Segel oder Planen zu fertigen, hast aber auch direkten Kontakt zu Kunden, um deren Wünsche zu besprechen und am Boot Maß zu nehmen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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