Straßenwärterinnen und Straßenwärter sind die Hüter unserer Verkehrswege. Sie sorgen dafür, dass Straßen, Autobahnen und Parkplätze sicher und befahrbar sind, indem sie Kontrollfahrten durchführen, Schäden ausbessern, Grünflächen pflegen und im Winter den Räumdienst übernehmen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt richtet sich meist nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) oder dem Tarifvertrag für Auszubildende der Länder (TV-L). Die Vergütung ist daher überdurchschnittlich gut. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: ca. 1.070 €
- 2. Ausbildungsjahr: ca. 1.120 €
- 3. Ausbildungsjahr: ca. 1.170 €
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick und technisches Interesse
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt
- Teamfähigkeit
- Bereitschaft, bei jeder Witterung im Freien zu arbeiten
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind in der Regel geregelt, können aber auch Schicht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste umfassen, insbesondere im Winterdienst oder bei unvorhergesehenen Ereignissen wie Unfällen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Absicherung von Arbeits- und Unfallstellen im Straßenverkehr
- Wartung und Instandsetzung von Fahrbahnen, Brücken und Entwässerungseinrichtungen
- Aufstellen, Warten und Reinigen von Verkehrszeichen und -einrichtungen
- Pflege von Grünflächen entlang der Straßen
- Durchführung des Winterdienstes (Räumen und Streuen)
- Bedienung und Wartung von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen des Straßenbaus und der Straßenerhaltung
- Verkehrssicherung an Arbeitsstellen
- Materialkunde (z.B. Asphalt, Beton)
- Bedienung und Pflege von Spezialfahrzeugen (z.B. Unimog, Kehrmaschine)
- Gesetzliche Vorschriften zu Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, das heißt, du lernst im Ausbildungsbetrieb (z.B. einer Autobahn- oder Straßenmeisterei) und in der Berufsschule. Ergänzt wird dies durch überbetriebliche Lehrgänge, in denen spezielle Fertigkeiten vermittelt werden.
Zwischenprüfung: In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt.
Abschlussprüfung: Die Ausbildung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Stelle.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Straßenwärtermeister/in
- Fortbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in in der Fachrichtung Bautechnik
- Übernahme von Führungsaufgaben als Kolonnenführer/in oder Streckenwart/in
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Brückeninstandhaltung oder Verkehrstechnik
Good to know
- Der Beruf ist krisensicher, da Straßen immer gewartet werden müssen.
- Als Straßenwärter/in leistest du einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
- Du arbeitest fast ausschließlich im Freien und bist körperlich aktiv.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich und findet fast immer draußen statt. Du fährst im Team zu verschiedenen Einsatzorten auf Autobahnen oder Landstraßen. Dort sicherst du die Baustelle, reparierst Schlaglöcher, mähst den Grünstreifen oder reinigst Verkehrsschilder. Im Winter beginnt dein Tag oft sehr früh, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Der Umgang mit großen Maschinen und Fahrzeugen gehört ebenso dazu wie die körperliche Arbeit. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)