Stuckateure und Stuckateurinnen verputzen Wände, stellen Stuck her, montieren Trockenbauteile und kümmern sich um Wärmedämmung sowie Fassadengestaltung.

Ausbildung Stuckateur/Stuckateurin

Stuckateure und Stuckateurinnen verputzen Wände, stellen Stuck her, montieren Trockenbauteile und kümmern sich um Wärmedämmung sowie Fassadengestaltung.

Stuckateure und Stuckateurinnen sind die Künstler am Bau. Sie gestalten, verputzen und restaurieren Innenräume sowie Fassaden und verbinden dabei handwerkliches Können mit kreativem Gespür.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender Vorbildung (z. B. Abitur) oder überdurchschnittlichen Leistungen während der Ausbildung möglich.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt ist im Baugewerbe tariflich geregelt und gehört zu den höchsten im Handwerk. Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du ca. 935 Euro, im zweiten 1.230 Euro und im dritten Jahr steigt dein Gehalt auf rund 1.495 Euro pro Monat. Die genauen Beträge können je nach Bundesland leicht variieren.

Empfohlener Schulabschluss

Ein Hauptschulabschluss ist eine gute Grundlage für die Ausbildung zum Stuckateur/zur Stuckateurin. Auch mit einem Realschulabschluss hast du gute Chancen.

Kenntnisse/Stärken

  • Handwerkliches Geschick
  • Körperliche Fitness und Schwindelfreiheit
  • Sinn für Ästhetik und Formen
  • Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten orientieren sich an den üblichen Zeiten im Baugewerbe, oft mit einem frühen Arbeitsbeginn am Morgen.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Vorbereiten von Untergründen (Mauern, Decken)
  • Auftragen von Innen- und Außenputz
  • Herstellung und Anbringung von Stuckleisten und Zierelementen
  • Montage von Trockenbaukonstruktionen (z.B. Gipskartonplatten)
  • Anbringung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) zur energetischen Sanierung
  • Durchführung von Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an historischen Gebäuden
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Werkstoff- und Materialkunde (Gips, Mörtel, Putze)
  • Umgang mit Werkzeugen, Geräten und Maschinen
  • Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen und Skizzen
  • Techniken des Verputzens, Spachtelns und Gestaltens
  • Grundlagen des Trockenbaus und der Wärmedämmung
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres.

Gesellenprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit, bestehend aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Stuckateurmeister/in
  • Fortbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik
  • Spezialisierung als Restaurator/in im Stuckateurhandwerk
  • Studium, z.B. im Bereich Bauingenieurwesen oder Architektur (mit entsprechender Qualifikation)
  • Selbstständigkeit mit einem eigenen Betrieb

Good to know

  • Der Beruf verbindet traditionelle Handwerkskunst mit modernen Techniken und Materialien.
  • Stuckateure leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz von Gebäuden.
  • Du siehst am Ende des Tages direkt, was du mit deinen Händen geschaffen hast.
  • Als gefragte Fachkraft hast du sehr gute Zukunftsaussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Berufsalltag

Dein Arbeitsplatz ist die Baustelle – egal ob Neubau, Altbausanierung oder denkmalgeschütztes Gebäude. Du arbeitest im Team, oft auf Gerüsten oder Leitern, und setzt die Pläne von Architekten um oder bringst eigene kreative Ideen ein. Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll, aber auch sehr abwechslungsreich. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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