Technische Modellbauer/innen der Fachrichtung Anschauung fertigen maßstabsgetreue, dreidimensionale Modelle von Produkten, Gebäuden oder Anlagen.

Ausbildung Technische/r Modellbauer/in - Fachrichtung Anschauung

Technische Modellbauer/innen der Fachrichtung Anschauung fertigen maßstabsgetreue, dreidimensionale Modelle von Produkten, Gebäuden oder Anlagen.

Als Technische/r Modellbauer/in der Fachrichtung Anschauung erweckst du Ideen zum Leben. Du baust detailgetreue und oft funktionsfähige Modelle, die komplexe Entwürfe greifbar und verständlich machen – von Architekturmodellen bis hin zu Prototypen neuer Produkte.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung, Vorkenntnissen oder sehr guten Leistungen in der Ausbildung und Berufsschule möglich.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Dein Gehalt ist nach Ausbildungsjahren gestaffelt und kann je nach Betrieb und Region variieren. Durchschnittlich kannst du mit folgender Vergütung rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 850 - 1.050 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 900 - 1.150 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.250 €
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.050 - 1.300 €

Empfohlener Schulabschluss

Ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) wird häufig erwartet. Aber auch mit einem guten Hauptschulabschluss hast du Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Kenntnisse/Stärken

  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
  • Sorgfalt, Präzision und Geduld
  • Technisches und mathematisches Verständnis
  • Kreativität und ein gutes Auge für Formen und Farben
  • Teamfähigkeit

Arbeitszeit

In der Regel arbeitest du zu den üblichen Werkstatt- oder Bürozeiten, meist 38 bis 40 Stunden pro Woche.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Lesen und Umsetzen von technischen Zeichnungen und 3D-Daten
  • Auswahl geeigneter Werkstoffe wie Holz, Kunststoff, Metall oder Gips
  • Manuelle Bearbeitung von Materialien (z. B. Sägen, Feilen, Schleifen, Bohren)
  • Bedienung von computergesteuerten Maschinen (CNC-Fräsen, 3D-Drucker)
  • Montage einzelner Bauteile zu einem fertigen Modell
  • Durchführung von Oberflächenbehandlungen (Spachteln, Schleifen, Lackieren)
  • Einbau von mechanischen oder elektronischen Komponenten (z.B. Beleuchtung)
  • Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsinhalte

  • Werkstoffkunde und Materialeigenschaften
  • Manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren
  • Grundlagen der CAD-Konstruktion
  • Planung und Vorbereitung von Arbeitsabläufen
  • Qualitätssicherung und Maßkontrolle
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Die Ausbildung findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Sie ist durch eine gestreckte Abschlussprüfung gegliedert:

Abschlussprüfung Teil 1: Findet gegen Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt und zählt bereits zum Gesamtergebnis.

Abschlussprüfung Teil 2: Am Ende der Ausbildungszeit legst du den zweiten Teil der Prüfung ab.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Modellbau
  • Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Holztechnik oder Maschinentechnik
  • Studium, z.B. in Produktdesign, Architektur oder Maschinenbau
  • Spezialisierung auf Bereiche wie Prototypenbau, 3D-Druck oder Messe- und Ausstellungsbau

Good to know

  • Du arbeitest an der Schnittstelle von Design, Handwerk und Hightech.
  • Deine Arbeit macht zukünftige Produkte und Bauwerke erstmals sichtbar und anfassbar.
  • Der Beruf ist extrem vielseitig, da Modelle in fast allen Branchen gebraucht werden (Automobil, Luftfahrt, Architektur, Medizintechnik etc.).

Berufsalltag

Dein Alltag als Technischer Modellbauer ist abwechslungsreich. Du arbeitest meist in einer Werkstatt, oft im Team mit Kollegen, Designern und Ingenieuren. Du beginnst mit einer technischen Zeichnung oder einem CAD-Modell am Computer und setzt dieses dann Schritt für Schritt in ein physisches Modell um. Dabei kommen sowohl klassische Handwerkzeuge als auch modernste Maschinen zum Einsatz. Präzision ist bei jedem Arbeitsschritt entscheidend. Während deiner Ausbildung musst du auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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