Als Technische/r Produktdesigner/in der Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion bist du die kreative und technische Kraft, die Ideen in greifbare Produkte verwandelt. Du erstellst detaillierte 3D-Modelle und technische Zeichnungen, die als Grundlage für die Fertigung und Montage dienen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Bei guten Leistungen oder entsprechender Vorbildung (z. B. Abitur) kann die Ausbildungszeit in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Kammer (IHK) verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist tariflich geregelt und variiert je nach Branche und Bundesland. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.150 €
- 2. Ausbildungsjahr: 1.050 - 1.200 €
- 3. Ausbildungsjahr: 1.100 - 1.250 €
- 4. Ausbildungsjahr: 1.150 - 1.300 €
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder der (Fach-)Hochschulreife ein.
Kenntnisse/Stärken
- Sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Technisches Verständnis und Interesse
- Gute Noten in Mathematik und Physik
- Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
- Kreativität und Sinn für Ästhetik
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
Arbeitszeit
In der Regel handelt es sich um eine 35- bis 40-Stunden-Woche mit festen Büroarbeitszeiten, oft mit Gleitzeitmöglichkeiten. Wochenend- oder Schichtarbeit ist unüblich.
Aufgaben in der Ausbildung
- Erstellen von 3D-Datensätzen für Bauteile und Baugruppen mit CAD-Software
- Anfertigen von technischen Zeichnungen und Plänen
- Auswählen von geeigneten Werkstoffen und Fertigungsverfahren
- Durchführen von technischen Berechnungen
- Erstellen von technischen Dokumentationen (z.B. Stücklisten, Montageanleitungen)
- Zusammenarbeit im Team mit Ingenieuren und der Fertigungsabteilung
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen des technischen Zeichnens und der Darstellungstechnik
- Umgang mit 2D- und 3D-CAD-Systemen
- Werkstoffkunde und Fertigungstechnik
- Konstruktions-, Gestaltungs- und Formgebungsregeln
- Projektmanagement und Qualitätssicherung
- Anwendung von Normen und technischen Vorschriften
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, d.h. im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.
Abschlussprüfung Teil 1: Findet in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung Teil 2: Am Ende der Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Maschinentechnik
- Weiterbildung zum/zur Technischen Fachwirt/in (IHK)
- Studium in den Bereichen Maschinenbau, Produktdesign oder Wirtschaftsingenieurwesen
- Spezialisierung auf bestimmte Branchen (z.B. Automobil, Luft- und Raumfahrt) oder CAD-Systeme
Good to know
- Du arbeitest an der Schnittstelle von Design und Technik und siehst, wie aus einer Idee ein fertiges Produkt wird.
- Der Beruf ist sehr zukunftssicher, da in fast allen Industriezweigen konstruiert und entwickelt wird.
- Es ist ein kreativer Bürojob, bei dem du dein technisches Know-how voll einsetzen kannst.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist hauptsächlich der Computer im Konstruktionsbüro. Du verbringst den Großteil des Tages damit, mit spezieller CAD-Software zu arbeiten, um Modelle zu entwerfen, zu modifizieren und zu analysieren. Du stimmst dich regelmäßig mit Kollegen, Ingenieuren und manchmal auch Kunden ab, um sicherzustellen, dass die Konstruktion alle Anforderungen erfüllt. Die sorgfältige Dokumentation deiner Arbeit ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)