Als Technische/r Systemplaner/in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik bist du das Gehirn hinter komplexen Gebäudesystemen. Du entwirfst und konstruierst am Computer die Pläne für Heizungen, Lüftungsanlagen und Sanitärinstallationen, die für Komfort und Funktionalität in Gebäuden sorgen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Eine Verkürzung ist bei entsprechender schulischer Vorbildung (z.B. Abitur) oder bei sehr guten Leistungen während der Ausbildung möglich, was eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung erlaubt.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Betrieb, Region und Tarifvertrag. Durchschnittlich kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 950 - 1.100 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.150 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 1.050 - 1.250 Euro
- 4. Ausbildungsjahr: 1.100 - 1.300 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) wird meist vorausgesetzt. Viele Betriebe bevorzugen Bewerber mit (Fach-)Abitur aufgrund der hohen technischen und mathematischen Anforderungen.
Kenntnisse/Stärken
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Technisches und mathematisches Verständnis
- Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
- Interesse an Computern und Technik (CAD)
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
Arbeitszeit
In der Regel arbeitest du zu den üblichen Bürozeiten, also montags bis freitags. Überstunden können in Phasen mit hohem Projektaufkommen anfallen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Erstellen von technischen Zeichnungen und Plänen mit 2D- und 3D-CAD-Software
- Durchführung von technischen Berechnungen (z.B. Heizlast, Kühllast, Rohrnetzberechnungen)
- Konstruktion von Anlagen der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik
- Auswahl von Bauteilen und Komponenten
- Erstellung von Stücklisten und technischer Dokumentation
- Zusammenarbeit mit Ingenieuren, Architekten und dem Montageteam
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen des technischen Zeichnens
- Umgang mit branchenspezifischer CAD-Software (z.B. AutoCAD, Revit, Plancal nova)
- Werkstoffkunde und Fertigungstechnik
- Grundlagen der Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik
- Normen, Richtlinien und gesetzliche Vorschriften
- Projektmanagement und Qualitätssicherung
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Ausbildungsbeginn: Üblicherweise am 1. August oder 1. September.
Gestreckte Abschlussprüfung: Teil 1 findet nach ca. zwei Jahren statt und fließt in das Endergebnis ein. Teil 2 erfolgt am Ende der Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik
- Weiterbildung zum/zur Technischen Fachwirt/in
- Studium im Bereich Versorgungstechnik oder Gebäudetechnik (ggf. auch ohne Abitur möglich)
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie z.B. regenerative Energien oder Building Information Modeling (BIM)
Good to know
- Du bist die wichtige Schnittstelle zwischen der Idee des Ingenieurs und der praktischen Umsetzung auf der Baustelle.
- Der Beruf spielt eine zentrale Rolle bei der Planung energieeffizienter und nachhaltiger Gebäude.
- Als gefragte Fachkraft hast du exzellente Job- und Karriereperspektiven in einer zukunftssicheren Branche.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist hauptsächlich das Büro, wo du am Computer mit spezieller CAD-Software detaillierte Pläne und 3D-Modelle von gebäudetechnischen Anlagen erstellst. Du stimmst dich regelmäßig mit Kollegen und Projektpartnern ab, führst Berechnungen durch und stellst sicher, dass alle technischen Details korrekt sind. Du arbeitest sehr präzise und konzentriert, um die Grundlage für eine erfolgreiche Bauausführung zu schaffen. Während deiner Ausbildung musst du auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)